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Wissenschaft
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden bündeln ihre Expertise, um neue Ansätze für die Früherkennung, Diagnostik und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln.
Dafür erhalten sie fast 6 Millionen Euro aus einer gemeinsamen Förderinitiative der British Heart Foundation, der Dutch Heart Foundation, des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und der Lefoulon Delalande Foundation. Die Förderung unterstützt internationale Forschungsverbünde über vier Jahre hinweg. Ziel ist es, Wissen, Methoden und Ressourcen standortübergreifend zusammenzuführen und so neue Impulse für die Herz-Kreislauf-Medizin zu schaffen.
Insgesamt werden vier internationale Forschungsteams gefördert. Nachfolgend sind die Projekte mit Beteiligung deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgeführt.
Mit der aktuellen Ausschreibung geht das Programm in seine siebte Förderrunde. Insgesamt wurden bislang 23 internationale Forschungsprojekte gefördert.
Die Partnerschaft soll es Forschenden ermöglichen, Fachwissen, Daten und Ressourcen europaweit enger zu vernetzen, um zentrale Herausforderungen der Herz-Kreislauf-Forschung gemeinsam anzugehen. Gleichzeitig will das Programm gezielt die nächste Generation wissenschaftlicher Führungspersönlichkeiten stärken.
Der Erfolg der Initiative hat dazu geführt, dass sich in der aktuellen achten Ausschreibungsrunde erstmals auch Forschende aus Spanien beteiligen können. Ermöglicht wird dies durch die Unterstützung zweier spanischer Organisationen der Herz-Kreislauf-Forschung, des Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares (CNIC) und des Centro de Investigación Biomédica en Red Enfermedades Cardiovasculares (CIBER-CV). Die erfolgreichen Projekte sollen im Frühjahr 2027 bekannt gegeben werden.
AID-MI – Einfluss des Alterns auf Organfunktionsstörungen nach akutem Herzinfarkt
Naveed Akbar (University of Oxford, Großbritannien), Clement Cochain (Université Paris Cité, Frankreich), Jana Grune (Deutsches Herzzentrum der Charité, Deutschland)
Das Projekt untersucht, warum ältere Menschen sich nach einem Herzinfarkt schlechter von Komplikationen wie Lungen- oder Nierenschäden erholen. Die Forschenden vermuten, dass altersbedingte Veränderungen die Kommunikation zwischen den Organen beeinträchtigen.
Dafür kombinieren sie große Patientendatensätze mit modernen Laborstudien und analysieren Immunzellen sowie Endothelzellen, also die Zellen der Gefäßinnenwand. Ziel ist es zu verstehen, wie sich die Organ-Kommunikation nach einem Herzinfarkt im Alter verändert.
Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, Lungen- und Nierenkomplikationen nach Herzinfarkten früher zu erkennen und gezielter zu behandeln.
PATCH – Blutplättchen als neuer Ansatz zur Behandlung zerebraler Aneurysmen
Yacine Boulaftali (Institut national de la santé et de la recherche médicale, Frankreich), Remco Megens (Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland), Ynte Ruigrok (University Medical Center Utrecht, Niederlande)
Rund 15 Millionen Menschen in Europa haben eine Aussackung in einem Blutgefäß des Gehirns, ein sogenanntes zerebrales Aneurysma. Meist bleibt dies unbemerkt. Reißt die geschwächte Gefäßwand jedoch, kann es zu einer schweren Hirnblutung kommen, einer sogenannten Subarachnoidalblutung. Diese ist häufig lebensbedrohlich oder führt zu dauerhaften Schäden.
Bislang gibt es keine sichere nicht-operative Behandlungsmöglichkeit für zerebrale Aneurysmen. Ärztinnen und Ärzte müssen häufig zwischen einem risikoreichen Eingriff und engmaschiger Beobachtung abwägen. Noch immer ist nicht vollständig verstanden, warum manche Aneurysmen reißen, während andere stabil bleiben.
Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Blutplättchen dabei eine wichtige Rolle spielen könnten. Sie sammeln sich offenbar bereits vor einer Ruptur an den Aneurysmen an. Eine zentrale Funktion könnte dabei das Protein PF4 übernehmen.
Im PATCH-Konsortium kombinieren Forschende moderne Bildgebung, Laborforschung und genetische Analysen, um diese Mechanismen besser zu verstehen. Ziel des Projekts ist es zu klären, ob PF4 künftig als Ansatz für eine sichere, nicht-invasive Behandlung von Aneurysmen genutzt werden kann, um gefährliche Rupturen zu verhindern.
https://www.bhf.org.uk/for-professionals/information-for-researchers/what-we-fun... Geförderte Projekte aller Ausschreibungsrunden
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, Students
Biology, Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
transregional, national
Research projects
German

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