idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo


Instance:
Share on: 
06/19/2026 11:02

Zukunftswälder gemeinsam gestalten

Thomas Richter Öffentlichkeitsarbeit
Georg-August-Universität Göttingen

    Forschungsteam veröffentlicht Leitfaden für Waldbesitzer und Gesellschaft

    Wälder verändern sich durch den Klimawandel drastisch. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat deshalb untersucht, wie sich Menschen, die Wald besitzen, an Wald interessiert sind und die Gesellschaft im Allgemeinen besser erreichen und in den Schutz sowie die Nutzung von Zukunftswäldern einbinden lassen. Dazu hat die Forschungsgruppe Zielgruppen definiert und passgenaue Kommunikationsstrategien entwickelt. Diese wurden in einer „Best-Practice-Broschüre“ veröffentlicht.

    Das Forschungsteam des Projekts „KommZuSinus“ der Universität Göttingen nutzte das Modell der Sinus-Milieus®, um Zielgruppen aus Privatwaldbesitzenden und der waldinteressierten Öffentlichkeit zu definieren, die sich in ihren Werten, Lebenszielen und Einstellungen unterscheiden. Das Modell ermöglicht, soziokulturelle Untergruppen der Gesellschaft in Deutschland abzubilden. Auf dieser theoretischen Basis entwickelte das Team zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategien, die sie anschließend in der Praxis testeten. In den Regionen Wuppertal, Gifhorn und Barnim erprobten sie dazu verschiedene Veranstaltungsformate, die jeweils auf ein Milieu oder Milieugruppen zugeschnitten waren, wie Waldbaden und Mountainbiken im Wald. Die bewährten Formate fassten sie in einer „Best-Practice-Broschüre“ zusammen und stellten sie in der Abschlussveranstaltung des Projekts Anfang Juni im Rahmen der Forstvereinstagung in Rostock vor.

    „Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine zielgruppenspezifische Ansprache den Erstkontakt sowie den Vertrauensaufbau erleichtert und eine Kommunikation auf Augenhöhe mit der jeweiligen Zielgruppe ermöglicht“, so Dr. Peter Aurenhammer, Leiter der Forschungsgruppe. „Je nach Format konnten wir dadurch zwischen 67 und 85 Prozent forstferne Personen erreichen, die durch klassische forstliche Kommunikation zuvor nicht angesprochen wurden.“


    Contact for scientific information:

    Dr. Peter Aurenhammer
    Georg-August-Universität Göttingen
    Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie
    Abteilung Forst- und Naturschutzpolitik
    Büsgenweg 3
    37077 Göttingen
    Telefon: (0176) 90920866
    E-Mail: peter.aurenhammer@uni-goettingen.de
    Internet:http://www.uni-goettingen.de/de/681388.html


    Original publication:

    Die Best-Practice-Broschüre kann auf der Webseite des Forschungsprojekts heruntergeladen werden: https://www.uni-goettingen.de/de/707706.html


    More information:

    https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=8207 weitere Fotos


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists
    Environment / ecology, Oceanology / climate, Social studies, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Research projects, Research results
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).