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Wissenschaft
Die Universität Hamburg ist mit gleich drei Forschungsprojekten erfolgreich aus dem Vorbereitungsprogramm für das geplante Gravitationswellen-Observatorium Einstein-Teleskop hervorgegangen. Insgesamt fließen dadurch in den kommenden drei Jahren rund 5,6 Millionen Euro an die Universität.
Das Einstein-Teleskop ist ein geplantes unterirdisches Observatorium zur Messung von Gravitationswellen — winzigen Erschütterungen der Raumzeit, die etwa beim Verschmelzen Schwarzer Löcher oder Neutronensterne entstehen. Mit bislang unerreichter Präzision soll das Einstein-Teleskop künftig neue Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des Universums liefern. Wo das Großforschungsprojekt gebaut wird, ist noch offen: Die endgültige Standortentscheidung wird voraussichtlich 2027 fallen.
Im Rahmen des sogenannten Vorbereitungsprogramms haben nun drei Forschungsverbünde mit Beteiligung der UHH eine Förderzusage erhalten.
Prof. Dr. Céline Hadziioannou und Prof. Dr. Conny Hammer aus dem Fachbereich Erdsystemwissenschaften erhalten für das Verbundprojekt „ET-RD-C-PREDICT-NN: Newtonian Noise Cancelling Headphones" rund 1,65 Millionen Euro. An dem Verbund sind fünf Universitäten in Deutschland beteiligt. Das seismische Netzwerk der WAVE Initiative in der Science City Hamburg Bahrenfeld wird in dem Verbund eine wichtige Rolle spielen.
Prof. Dr. Oliver Gerberding, Dr. Mikhail Korobko und Prof. Dr. Roman Schnabel erhalten für das Verbundprojekt „ET-RD-B-IFO: Challenges in Interferometer Noise and Control" rund 2,11 Millionen Euro. Alle drei Physiker sind im Exzellenzcluster Quantum Universe an der Universität Hamburg angesiedelt. Prof. Gerberding ist Sprecher des Forschungsverbunds, an dem insgesamt vier Universitäten beteiligt sind. Außerdem ist er der gewählte nationale Vertreter für das Einstein Teleskop in Deutschland.
Prof. Dr. Roman Schnabel erhält in einem weiteren Verbundprojekt „EMET-LF-T: Enabling Main ET-Low-Frequency Technologies“ weitere 1,87 Millionen Euro. Er ist Sprecher des Forschungsverbunds, an dem auch das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in Berlin beteiligt ist.
Die Förderzusagen unterstreichen die herausragende Rolle, die Forschende der Universität Hamburg bei der Entwicklung des Einstein-Teleskops einnehmen — und die Bedeutung Hamburgs als Standort der Gravitationswellenforschung in Deutschland.
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Physics / astronomy
transregional, national
Contests / awards, Research projects
German

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