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06/29/2026 15:29

Herzstiftung mit neuem Vorstand: „Müssen Bedürfnisse der Herzpatienten im Blick behalten“

Michael Wichert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Herzstiftung e.V.

    Deutsche Herzstiftung mit positiver Bilanz. Vorstand: Verfügbarkeit kardiologischer Versorgung muss garantiert sein. Herzstiftung treibende Kraft für Deutschlands Herz-Kreislauf-Forschung: Investition in Forschung auf 6,74 Mio. Euro erhöht

    Mit einem erfolgreichen Jahresergebnis 2025 und einem neu gewählten Vorstand geht die Deutsche Herzstiftung in das neue Geschäftsjahr. Dafür steht dem wiedergewählten Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Thomas Voigtländer ein hochkarätiges Kompetenz-Team zur Seite. „Diese gebündelte Expertise im Vorstand auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Medizin sowie der Bereiche Wirtschaft und Medien ist enorm wichtig, besonders in einer Phase struktureller Veränderungen im Gesundheitswesen. Die Sorge vieler Herzpatienten um ihren Zugang zur kardiologischen Versorgung ist groß. Wir müssen in dieser Umbruchsphase die Bedürfnisse der Herzpatienten, ganz besonders derjenigen mit akutem Versorgungsbedarf, im Blick behalten“, stellte der Vorstandsvorsitzende der Herzstiftung auf der Jahreshauptversammlung der Patientenorganisation in Frankfurt klar. Wie sich die Verfügbarkeit kardiologischer Leistungen aufrechterhalten und Versorgungsengpässe für Notfallpatienten vermeiden lassen, dazu steht die Herzstiftung im Austausch mit Entscheidern im Gesundheitswesen. Der Vorstand der mit rund 107.300 Mitgliedern größten Patientenorganisation für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland wurde für die Amtszeit 2026-2030 von der Mitgliederversammlung wiedergewählt und legte zugleich den Jahresbericht 2025 vor. Dieser ist abrufbar unter https://herzstiftung.de/jahresbericht

    Bedarf an Forschung und Hilfsangeboten für Herzpatienten ungebrochen
    Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind noch immer die häufigste Todesursache in Deutschland. Mit 339.212 Verstorbenen war gut ein Drittel (33,7 %) aller Sterbefälle im Jahr 2024 darauf zurückzuführen. Pro Jahr werden mehr als 1,6 Mio. Menschen wegen Herzkrankheiten vollstationär in Kliniken versorgt. Daher wächst auch der Bedarf an Forschungsförderung und Hilfsangeboten für Herz-Kreislauf-Patienten. Dafür spricht zunehmend auch die Altersstruktur in Deutschland. Mit immer mehr alten Menschen rücken neben der koronaren Herzkrankheit (KHK) zunehmend auch Herzerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen und Herzklappenerkrankungen in den Fokus, die häufiger zu stationären Aufnahmen führen. Im Bereich der angeborenen Herzfehler stellt die stetig wachsende Patientengruppe der Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH) mit über 350.000 Betroffenen das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen. „Wir nehmen uns dieser aktuellen Entwicklungen mit einer Vielzahl an Projekten an“, betont Prof. Voigtländer. So reagiert eine EMAH-Aufklärungskampagne auf den dringlichen Informationsbedarf der Patienten unter anderem mit einem neuen EMAH-Patientenleitfaden (Infos: https://herzstiftung.de/emah). Mit der Volkskrankheit Vorhofflimmern steht die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung mit bis zu zwei Mio. Betroffenen im Fokus der diesjährigen Sonderforschungsinitiative und der Kampagne „Herzwochen“ (Infos unter https://herzstiftung.de/herzwochen).

    Treibende Kraft in der Forschung: Förderung auf 6,74 Mio. Euro erhöht
    Als treibende Kraft für Deutschlands Herz-Kreislauf-Forschung konnte die Herzstiftung ihr Fördervolumen im Jahr 2025 gemeinsam mit der von ihr mitgegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung auf 6,74 Mio. Euro (2024: 6,1 Mio. Euro) erhöhen: für Wissenschaftsprojekte und patientennahe Forschungsvorhaben in der Kardiologie, Kinderkardiologie und Herzchirurgie. „Dieser Investitionsschub ist wichtig, weil wir nur mit Hilfe von Innovationen in Diagnostik, Therapiestrategien und Prävention die kardiovaskuläre Sterblichkeit senken können“, betont der Herzstiftungs-Vorsitzende und verweist auf die Herzinfarkt-Sterblichkeit, die seit 2011 vor allem dank medizinischer Innovationen um etwa die Hälfte gesunken ist. „Als Deutschlands drittgrößte nicht-industrielle Förderinstitution auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Forschung adressieren wir deshalb Forschungsthemen, die von besonders hoher Dringlichkeit sind.“ Dafür stehen unter anderem die jährlichen Sonderforschungsinitiativen mit einem Fördervolumen von rund 1,5 Mio. Euro, davon allein 1 Mio. Euro für Forschungsvorhaben zur häufigsten Todesursache KHK/Herzinfarkt.

    Positive Bilanz trotz unruhiger Zeiten
    Die Förderung der Herzforschung und die Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung ist nur möglich dank der finanziellen Unterstützung ihrer Mitglieder, Förderinnen und Förderer sowie aufgrund von Erbschaften und Vermächtnissen. Die Herzstiftung erzielte im Jahr 2025 Erträge in Höhe von 21,37 Mio. Euro (2024: 22,22 Mio. Euro). Demgegenüber standen Aufwendungen in Höhe von 19,35 Mio. Euro (2024: 17,91 Mio. Euro). Die Zahl der Mitglieder konnte mit rund 107.300 zum Jahresende 2025 stabil gehalten werden.

    Impulsgeber für Versorgung von Herzpatienten: Potenzial digitaler Medien nutzen
    Auch im neuen Geschäftsjahr will die Herzstiftung Impulsgeber für digitale und unabhängige medizinische Informationsangebote nah an den Patientenbedürfnissen sein. Gemeinsam mit Geschäftsführer Friso Janßen will der Vorstand die digitale Kommunikation der Herzstiftung weiter ausbauen. „Wir möchten noch mehr Menschen, auch junge Menschen für die Ziele und Informationsangebote der Herzstiftung zur Herzgesundheit gewinnen“, betont der Herzstiftungs-Geschäftsführer Friso Janßen. Beispielgebend für den Fokus auf jüngere Zielgruppen ist die erfolgreiche Social Media-Kampagne „PULSEDAY“ zur Prävention von Vorhofflimmern, die jährlich am 1. März mit interaktiven Aktionen auf Instagram und TikTok zum Pulsmessen animiert. Im Berichtsjahr erreichten die Kommunikationskanäle der Herzstiftung deutliche Zugewinne an Followern auf Instagram (21.100), Facebook (82.300) und LinkedIn (7.000) sowie an Abonnenten von Podcasts (95.000) und Videos (53.000).

    Mehr Fokus auf Prävention und Wiederbelebung in Schulen und Vereinen
    Insbesondere Versäumnisse in der kardiovaskulären Prävention sind Ursache der im westeuropäischen Vergleich höheren Sterblichkeit Deutschlands (1). Auch vor diesem Hintergrund möchten Vorstand und Geschäftsführer Friso Janßen den Fokus künftig noch stärker auf die Prävention setzen. Für den Erhalt und die Verbesserung der Herzgesundheit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen fördert die Herzstiftung Aufklärungs- und Bewegungsprogramme wie „Skipping Hearts – Seilspringen macht Schule“ (Fördervolumen 2025: 542.000 Euro) und in der Rauchprävention mit „Rauchzeichen“/„nachvorn“ (Fördervolumen 2025: 252.000 Euro). Ebenso unterstützt die Herzstiftung Forschungsprojekte und Wissenschaftspreise zu Präventionsthemen. „Mit diesen Projekten sind wir seit vielen Jahren bundesweit präsent. Aktuell in Planung ist eine Kampagne zum Thema Bewegung in Schulen, die wir ebenfalls in enger Zusammenarbeit mit den Sozial- und Bildungsministerien der Länder umsetzen möchten“, berichtet Friso Janßen.
    Wie lassen sich Menschen unterschiedlicher Altersgruppen mit Hilfe von Schulungen in Wiederbelebungsmaßnahmen bei außerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand zu Lebensrettern ausbilden? Bestes Beispiel, wie genau das effizient umgesetzt wird, ist die gemeinsame Initiative „HERZSICHER“ der Deutschen Herzstiftung, der Björn Steiger Stiftung und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) (Fördervolumen 2025: 320.000 Euro). Das Schulungsangebot richtet sich insbesondere an Schulen, Vereine und Betriebe. Mit Hessen hat erstmalig ein Bundesland im Rahmen der Initiative „HERZSICHER“ für die Implementierung eines verpflichtenden Wiederbelebungsunterrichts in hessischen Schulen gesorgt. „Schulungen von Wiederbelebungsmaßnahmen bei Kindern bieten großes Potenzial, die Laienreanimationsquote in Deutschland zu verbessern und die Überlebenschancen bei außerklinischem Herzstillstand zu steigern“, betont Prof. Voigtländer. Nach der Einführung in Hessen folgte im Jahr 2025 mit Bayern ein weiterer Meilenstein, wo der Wiederbelebungsunterricht verpflichtend umgesetzt wird. Andere Bundesländer schaffen derzeit die Voraussetzungen für eine verpflichtende Verankerung. Niedersachsen und Sachsen setzen das Angebot auf freiwilliger Basis um.

    Mit hochkarätigem Experten-Team gegen die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit
    Um die Aktivitäten der Herzstiftung in Forschung, Information/Aufklärung und Prävention zur Senkung der kardiovaskulären Sterblichkeit voranzubringen haben Prof. Voigtländer und sein Stellvertreter Prof. Dr. Heribert Schunkert, Kardiologe am TUM Uniklinikum Deutsches Herzzentrum München und neuer Vorstandssprecher des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung, ein bereits gut eingespieltes hochkarätiges Team aus ehemaligen Präsidenten herzmedizinischer Fachgesellschaften mit internationaler Erfahrung an ihrer Seite. Neu in den Vorstand gewählt wurde Dr. Volker Fitzner als Nachfolger des langjährigen Schatzmeisters Gunter Anders, der nach über 27 Jahren im Vorstand aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegte. Weitere Mitglieder des Vorstands sind Prof. Dr. Christiane Tiefenbacher, Kardiologin, Marien-Hospital Wesel, Prof. Dr. Stephan Achenbach, Kardiologe, Universitätsklinikum Erlangen, Prof. Dr. Jan Gummert, Herzchirurg, Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen/Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Stefan Hofer, Anästhesist/Notfallmediziner, Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern, im Vorstand Elternvertreter herzkranker Kinder, Prof. Dr. Bernhard Schwaab, Kardiologe, Curschmann-Klinik, Timmendorfer Strand, und Vera Cordes, Medizinjournalistin und Moderatorin, Hamburg.

    Die Deutsche Herzstiftung e. V. (www.herzstiftung.de) wurde 1979 gegründet und ist heute mit über 107.300 Mitgliedern die größte gemeinnützige und unabhängige Anlaufstelle für Patienten und Interessierte im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu den Hauptaufgaben der Herzstiftung gehört es, Patienten in unabhängiger Weise über Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deren Vorbeugung sowie über aktuelle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten aufzuklären. Bekannt ist die Herzstiftung außerdem durch ihre bundesweiten Aufklärungskampagnen und als wichtige Förderinstitution in der Herz-Kreislauf-Forschung. Die hohe Qualität ihrer Informationsangebote beruht nicht zuletzt auf der Expertise der rund 550 Herzspezialisten im Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung. Vorstandsvorsitzender ist der Kardiologe Prof. Dr. Thomas Voigtländer (Frankfurt a. M.), Schirmherrin ist Barbara Genscher.

    (wi)

    Der Jahresbericht 2025 der Deutschen Herzstiftung und Deutschen Stiftung für Herzforschung ist zum Download (PDF) verfügbar unter https://herzstiftung.de/jahresbericht

    Literatur
    (1) Stroisch S et al. European Journal of Population (2026) 42:5 -https://doi.org/10.1007/s10680-025-09761-7
    Druckfähiges Fotomaterial für Redaktionen anzufordern unter presse@herzstiftung.de oder Tel. 069 955128114.

    Kontakt
    Deutsche Herzstiftung
    Pressestelle:
    Michael Wichert (Ltg.)/Pierre König
    Tel. 069 955128-114/-140
    E-Mail: presse@herzstiftung.de
    www.herzstiftung.de


    More information:

    https://herzstiftung.de/jahresbericht
    https://herzstiftung.de/herzwochen
    https://herzstiftung.de/emah


    Images

    Der Vorstand (v.l.): Prof. Stefan Hofer, Prof. Bernhard Schwaab, Dr. Volker Fitzner, Prof.  Christiane Tiefenbacher, Prof. Thomas Voigtländer, Vera Cordes. Portraits (v. oben): Prof.  Stephan Achenbach, Prof. Jan Gummert, Prof. Heribert Schunkert.
    Der Vorstand (v.l.): Prof. Stefan Hofer, Prof. Bernhard Schwaab, Dr. Volker Fitzner, Prof. Christia ...
    Source: Lutz Sternstein
    Copyright: Deutsche Herzstiftung/Lutz Sternstein

    Der Jahresbericht 2025 der Deutschen Herzstiftung und Deutschen Stiftung für Herzforschung
    Der Jahresbericht 2025 der Deutschen Herzstiftung und Deutschen Stiftung für Herzforschung

    Copyright: Deutsche Herzstiftung


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    attachment icon PM_DHS_Neuer-Vorstand-Jahresergebnis_2026-06-29_Final

    Criteria of this press release:
    Journalists
    Medicine, Nutrition / healthcare / nursing, Politics
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Personnel announcements
    German


     

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