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Die Europäische Union fördert das Projekt PALACROS im Rahmen ihres Forschungsprogramms „Horizon Europe“ mit knapp zehn Millionen Euro. Teil des Forschungsverbunds sind auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg: Am Europäischen Pankreaszentrum Heidelberg entwickeln sie neue Standards für die Behandlung des lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms. PALACROS wird vom Amsterdam University Medical Center (UMC) aus koordiniert.
Die Behandlungsmöglichkeiten beim lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinom weiterzuentwickeln, europaweit zu standardisieren und damit mehr Patientinnen und Patienten Zugang zu einer spezialisierten Pankreasoperation zu ermöglichen: Das sind die Ziele des neuen europäischen Forschungsverbunds PALACROS (Prioritising multimodal surgical care for patients with locally advanced pancreatic cancer across Europe), in den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) ihre Expertise auf diesem Gebiet einbringen. Das Projekt wird im Rahmen des EU-Forschungsprogramms „Horizon Europe“ über sechs Jahre mit knapp zehn Millionen Euro gefördert und vereint 21 Partner aus Wissenschaft, Klinik, Industrie und Patientenvertretung aus zwölf europäischen Ländern. Gemeinsam mit dem Amsterdam UMC, Niederlande, und der Universität Verona, Italien, zählt die Heidelberger Chirurgie zu den wissenschaftlich führenden Zentren des Konsortiums.
Innerhalb des Konsortiums übernimmt das Europäische Pankreaszentrum Heidelberg des UKHD zentrale Aufgaben darin, chirurgische Behandlungskonzepte für das lokal fortgeschrittene Pankreaskarzinom – ein Bauchspeicheldrüsenkrebs, der sich bereits innerhalb des Organs ausgebreitet hat – wissenschaftlich weiterzuentwickeln und europaweit zu implementieren. Projektleiter der Heidelberger Aktivitäten ist Privatdozent (PD) Dr. Thomas Hank, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie und Leiter der Forschungsgruppe Clinical and Translational Pancreatic Cancer Prognostics (PCP) der Medizinischen Fakultät Heidelberg am Europäischen Pankreaszentrum Heidelberg.
Mit rund 700 Pankreasresektionen, operativen Teilentfernungen des erkrankten Gewebes, pro Jahr zählt das Europäische Pankreaszentrum Heidelberg zu den größten und angesehensten Zentren Europas. Internationale Sichtbarkeit besitzt Heidelberg insbesondere in der chirurgischen Behandlung des lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms nach vorangegangener (neoadjuvanter) Chemotherapie. Heidelberger Chirurginnen und Chirurgen haben in den vergangenen Jahren entscheidend dazu beigetragen, operative Strategien für Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln, deren Tumoren noch vor wenigen Jahren nicht entfernt werden konnten, und damit neue Perspektiven für eine bessere und möglicherweise langfristig wirksame Behandlung eröffnet.
„Das lokal fortgeschrittene Pankreaskarzinom gehört zu den größten Herausforderungen der modernen Viszeralchirurgie. Durch multimodale Therapiekonzepte – zum Beispiel mit speziellen neoadjuvanten Chemotherapien – können heute deutlich mehr Patientinnen und Patienten mit gutem Ergebnis operiert werden als noch vor wenigen Jahren. Mit PALACROS wollen wir diese Entwicklung wissenschaftlich weiter vorantreiben und gemeinsam mit unseren europäischen Partnern neue Standards für die chirurgische Behandlung dieser Tumorerkrankung etablieren“, sagt PD Dr. Thomas Hank.
Im Mittelpunkt von PALACROS stehen drei internationale klinische Studien zu neuen Behandlungskonzepten. Ziel ist es, die wissenschaftliche Grundlage für europaweit einheitliche Behandlungsstandards zu schaffen und deren Umsetzung in die klinische Versorgung zu beschleunigen. Aufbauend auf der langjährigen Erfahrung am Europäischen Pankreaszentrum und der Sektion Pankreaschirurgie unter der Leitung von Professor Dr. Martin Loos entwickelt das Heidelberger Team ein internationales Ausbildungs- und Mentoringprogramm. Damit sollen die Expertise führender europäischer Zentren systematisch weitergegeben und einheitliche Qualitätsstandards etabliert werden. Gleichzeitig arbeiten die Heidelberger Forschenden gemeinsam mit ihren europäischen Partnern daran, erfolgreiche Therapiestrategien rasch in die klinische Versorgung und internationale Leitlinien zu überführen.
„Forschung, Innovation und exzellente Patientenversorgung gehen in Heidelberg seit vielen Jahren Hand in Hand. Dass wir eine führende Rolle in diesem europäischen Großprojekt übernehmen, ist Ausdruck der wissenschaftlichen Exzellenz und der hohen chirurgischen Expertise unseres Teams“, sagt Professor Dr. Christoph Michalski, Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie des UKHD. Zum Heidelberger PALACROS-Team gehören neben PD Dr. Thomas Hank auch Dr. Katharina Marstaller und Dr. Ingmar Rompen, die gemeinsam die wissenschaftlichen Aktivitäten des Europäischen Pankreaszentrums innerhalb des europäischen Konsortiums maßgeblich mitgestalten.
Privatdozent (PD) Dr. Thomas Hank
Leiter der Forschungsgruppe Clinical and Translational Pancreatic Cancer Prognostics (PCP) der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie und Europäisches Pankreaszentrum Heidelberg, Universitätsklinikum Heidelberg
thomas.hank@med.uni-heidelberg.de
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/newsroom/eu-gefoerdertes-forschungsprojek... Pressemitteilung im Newsroom des UKHD
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/chirurgische-klinik-zentrum/allgemein-vis... Website der Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am UKHD
https://www.epz-heidelberg.de/ Website des Europäischen Pankreaszentrums (EPZ)
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, Students, all interested persons
Medicine
transregional, national
Research projects
German

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