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09/01/2026 10:32

Neues KI-Rechenzentrum am KIT

Christian Könemann Kommunikation und Marketing
Karlsruher Institut für Technologie

    Ein neues Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz (KI) und wissenschaftliches Rechnen baut das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Es soll Forschenden, Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen in ganz Baden-Württemberg eine noch leistungsfähigere digitale Infrastruktur bieten und so die digitale Souveränität des Landes stärken. Durch Nutzung der Abwärme leistet es gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz. Der Bund und das Land Baden-Württemberg fördern das Vorhaben mit 24 Millionen Euro.

    Die Forschung in der Medizin, an umweltschonender Energieversorgung oder modernen KI-Anwendungen erfordert enorme Rechenkapazitäten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an den energieeffizienten Betrieb von Rechenzentren. Mit dem Bau eines neuen Rechenzentrums schafft das KIT jetzt die Voraussetzungen, um den wachsenden Bedarf an Rechenleistung zu decken und gleichzeitig die digitale Infrastruktur nachhaltiger zu gestalten.

    „Digitalisierung und Nachhaltigkeit gehören für uns zusammen“, sagt Professorin Kora Kristof, Vizepräsidentin Digitalisierung und Nachhaltigkeit des KIT. „Mit dem neuen Rechenzentrum schaffen wir die Grundlage für die Forschung und KI-Anwendungen der Zukunft. Gleichzeitig nutzen wir die entstehende Abwärme, um Gebäude auf dem Campus zu beheizen und optimieren den Betrieb des Rechenzentrums nach Nachhaltigkeitskriterien. So stärken wir die digitale Infrastruktur und treiben die Defossilisierung des KIT sowie andere Nachhaltigkeitsaspekte weiter voran.“

    Infrastruktur wächst mit dem Bedarf

    „Leistungsfähige Rechenzentren sind Voraussetzung für viele wissenschaftliche Durchbrüche und für den erfolgreichen Einsatz Künstlicher Intelligenz“, sagt Professor Martin Frank, Direktor des Scientific Computing Center (SCC) am KIT. „Ob bei der Entwicklung neuer Medikamente, der Erforschung des Klimawandels oder der Gestaltung nachhaltiger Energiesysteme: Ohne große Rechenkapazitäten lassen sich viele Herausforderungen nicht bewältigen.“

    Die Anlage soll zunächst eine elektrische Leistung von rund zwei Megawatt haben. Diese Rechenleistung ermöglicht es, mehrere große wissenschaftliche Simulationen und KI-Anwendungen parallel zu betreiben. Dank modularer Bauweise und eines Stromanschlusses von bis zu zehn Megawatt kann die Rechenkapazität bei steigendem Bedarf erweitert werden.

    Mehr Auslastung, weniger Leerlauf: Tags KI, nachts Simulationen

    „Rechenleistung ist eine wertvolle Ressource. Unser Ziel ist deshalb ein System, das gewissermaßen mit dem Bedarf atmet“, sagt Dr. Martin Nußbaumer, ebenfalls Direktor des SCC am KIT. „Tagsüber stellt es mehr Kapazitäten für KI-Anwendungen bereit, wenn diese besonders gefragt sind. Nachts nutzt es dieselbe Infrastruktur für rechenintensive Simulationen, etwa in der Klimaforschung. So vermeiden wir ungenutzte Kapazitäten und stärken gleichzeitig mit einem gut ausgebauten KI-Angebot die digitale Souveränität durch eine intelligente Nutzung vorhandener Ressourcen.“

    Das Rechenzentrum entsteht in unmittelbarer Nähe zum Blockheizkraftwerk auf dem Campus Nord des KIT. Die bei den Rechnern entstehende Wärme soll über Wärmepumpen in das Wärmenetz des Campus eingespeist werden. Auf diese Weise kann das Rechenzentrum künftig einen großen Teil des Wärmebedarfs der Gebäude dort decken und den Einsatz fossiler Energieträger reduzieren.

    Die Bauarbeiten sollen schnellstmöglich beginnen und spätestens Ende 2029 abgeschlossen sein. Die ersten Rechner sollen 2030 in Betrieb gehen. Sie ersetzen dann bestehende Systeme des KIT und schaffen zusätzliche Kapazitäten für datenintensive Forschung.

    Das Vorhaben mit geschätzten Gesamtkosten von 24 Millionen Euro für den Bau ist Teil der Schnellbauinitiative des Bundes, mit der wichtige Infrastrukturprojekte für Wissenschaft, Digitalisierung und Innovation deutlich schneller als bisher umgesetzt werden sollen.

    Kontakt für diese Presseinformation: Leonie Kroll, Pressereferentin, Tel.: +49 1523 7740097,
    E-Mail: leonie.kroll@kit.edu

    Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 23 000 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.


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    Im neuen modular aufgebauten Rechenzentrum ermöglichen Hochleistungsverbindungsleitungen die Vernetzung zahlreicher Systeme. (Foto: Andreas Drollinger)
    Im neuen modular aufgebauten Rechenzentrum ermöglichen Hochleistungsverbindungsleitungen die Vernetz ...
    Source: Andreas Drollinger
    Copyright: Andreas Drollinger


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Information technology
    transregional, national
    Organisational matters
    German


     

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