idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
04/27/2015 14:31

Studie: Fähigkeit Emotionen zu erkennen beeinflusst Jahresgehalt

Nina Liesenfeld Presse und Öffentlichkeitsarbeit
WHU - Otto Beisheim School of Management

    Gefühle von Mitarbeitern und Kollegen richtig zu erkennen zahlt sich aus

    Die Emotionserkennungsfähigkeit von Menschen wirkt sich nachweislich auf ihr Einkommen aus. Das ist das Ergebnis einer viel beachteten Studie, die Professor Jochen Menges von der WHU – Otto Beisheim School of Management zusammen mit Forschern der Universität Bonn und der Illinois State University durchgeführt hat.

    „Je besser Mitarbeiter in Organisationen Gefühle von anderen erkennen können, desto höher ist das Jahresgehalt dieser Mitarbeiter. Emotionserkennungsfähigkeiten sind also nicht nur von zwischenmenschlicher Bedeutung, sondern haben auch einen ökonomischen Wert“, erklärt Professor Jochen Menges, Inhaber des Lehrstuhls für Führung und Personalmanagement an der WHU.

    Die Studie hat seit ihrem Erscheinen das beste Medienecho aller jemals im Journal of Organizational Behavior veröffentlichten Artikel erhalten. „Emotionserkennung ist ein ökonomischer Erfolgsfaktor, wird aber in ihrer Bedeutung oft unterschätzt. Damit räumt unsere Studie nun auf. Daher freue ich mich besonders, dass unsere Forschungsergebnisse eine derart große mediale Beachtung finden“, so Menges. Die Befunde stellt Menges nicht nur in einem Artikel, sondern auch in einem Video auf der Website des Journal of Organizational Behavior vor.

    An der Untersuchung nahmen über 100 deutsche Arbeitnehmer im Alter zwischen 20 und 65 Jahren teil. Die Arbeitnehmer waren in verschiedensten Organisationen beschäftigt. Die Forscher testeten die Emotionserkennungsfähigkeiten der Arbeitnehmer, indem sie ihnen Bilder und Tonaufnahmen vorspielten und fragten, welche Emotionen darin vorkamen. Zusätzlich befragten die Forscher die Kollegen und Vorgesetzten der Arbeitnehmer zur deren sozialen Kompetenzen. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass Menschen mit guter Emotionserkennungsfähigkeit sich geschickter in sozialen Kontexten verhalten, als kooperativer, rücksichtsvoller und hilfreicher eingeschätzt werden, und deshalb ein höheres Gehalt beziehen.

    Alternativerklärungen für die unterschiedlich hohen Einkommen der Arbeitnehmer konnten die Forscher ausschließen. Auch unter Berücksichtigung von Faktoren wie Intelligenz, Gewissenhaftigkeit, Geschlecht, Alter, Ausbildung, wöchentliche Arbeitszeit und der hierarchischen Position in der Organisation blieb der Effekt der Emotionserkennungsfähigkeit auf das Einkommen bestehen.

    Professor Menges empfiehlt, Emotionserkennungsfähigkeiten von früh an zu schulen und bei der Auswahl von Führungskräften mehr Wert auf die Fähigkeit zur Emotionserkennung zu legen: „Obwohl Emotionserkennungsfähigkeiten so wichtig sind und – wie wir nun wissen – sogar finanziell belohnt werden, werden diese Fähigkeiten bisher eher selten systematisch in Bildungseinrichtungen trainiert oder in Bewerbungsverfahren abgefragt.“

    Publikation: Momm, T.D.; Blickle, G.; Yongmei, L. et al.: It pays to have an eye for emotions: Emotion recognition ability indirectly predicts annual income. Journal of Organizational Behavior, DOI: 10.1002/job.1975


    More information:

    http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1002/(ISSN)1099-1379


    Images

    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars
    Economics / business administration, Psychology, Social studies
    transregional, national
    Research results, Scientific Publications
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).