idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
05/19/2022 14:21

Umweltfreundliche Einstellung macht den ökologischen Fußabdruck nicht unbedingt kleiner

Lisa Dittrich Presse, Kommunikation und Marketing
Justus-Liebig-Universität Gießen

    Internationales Forschungsteam stellt Kluft zwischen hoher Klimaschutz-Motivation und tatsächlichem ökologischen Fußabdruck beim Kleidungskonsum fest

    Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Laut einer internationalen Studie, an der Forschende der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) beteiligt waren, hängen eine umweltfreundliche Einstellung und der tatsächliche ökologische Fußabdruck nicht zwingend zusammen. Zumindest für den Bereich des Kleidungskonsums konnte das Forschungsteam einen kleinen gegenteiligen Trend feststellen: Eine klimafreundliche Motivation hängt zumindest teilweise mit einer höheren Anzahl gekaufter T-Shirts und Jeans zusammen, wie die Autorinnen und Autoren des Artikels in der Fachzeitschrift „Nature Sustainability“ schreiben.

    Zwar ist das Umweltbewusstsein bei Menschen mit hohem Einkommen tendenziell stärker ausgeprägt, wie die Forschenden bereits vor einigen Jahren festgestellt hatten. Da in diesen Schichten aber auch mehr Kleidung konsumiert wird, bleiben die guten Absichten ohne konkrete Auswirkungen für Klima und Umwelt.

    Bisherige Studien zu Änderungen im Konsumverhalten berücksichtigten bislang kaum die tatsächlichen Umweltauswirkungen, sondern konzentrierten sich auf die Einstellungen und Motivationen. Das Forschungsteam um Prof. Dr. Wencke Gwozdz von der Professur für Versorgungs- und Verbrauchsforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat dagegen untersucht, inwieweit bestimmte psychologische Faktoren tatsächliche Umweltauswirkungen – in diesem Fall CO2-Emissionen – im Bereich Kleidungskonsum erklären können. Dabei wurde klar: Je mehr der Schwerpunkt auf den Umwelteinfluss gelegt wurde, desto geringer war die Vorhersagekraft der psychologischen Faktoren.

    Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf den untersuchten Kleidungskontext. Ob sie sich auf andere Bereiche übertragen lassen, sollte Gegenstand weiterer Untersuchungen sein.


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr. Wencke Gwozdz und Dr. Tina Joanes
    Professur Versorgungs- und Verbrauchsforschung
    Telefon: 0641 99-39360/-1
    E-Mail: Wencke.Gwozdz@fb09.uni-giessen.de oder
    Tina.Joanes@haushalt.uni-giessen.de


    Original publication:

    Kristian S. Nielsen, Cameron Brick, Wilhelm Hofmann, Tina Joanes, Florian Lange & Wencke Gwozdz. The motivation–impact gap in pro-environmental clothing consumption. Nat Sustain (2022). https://doi.org/10.1038/s41893-022-00888-7
    https://www.nature.com/articles/s41893-022-00888-7


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists
    Environment / ecology, Nutrition / healthcare / nursing, Psychology
    transregional, national
    Research results, Scientific Publications
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).