idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
01/05/2006 10:27

Fachhochschule Gelsenkirchen gründet Institut für biologische und chemische Informatik

Dr. Barbara Laaser (Pressestelle) Hochschulkommunikation
Fachhochschule Gelsenkirchen

    Hochschule erforscht in neuem Institut Kürbismoleküle, Gen-Chips und neue Kleber. Mathematische Modelle erleichtern die Forschung an Produkten der Zukunft.

    Recklinghausen. Die Zukunft von Biologie, Chemie und Medizin liegt im Kleinen: auf der Zellebene, auf der Molekülbasis. Das betrifft beispielsweise Gen-Chips, die Krankheitserreger schneller und genauer erkennen und so eine schnellere und genauere Behandlung ermöglichen, etwa bei Darmkrankheiten. Oder Chips, auf denen die Arbeit ganzer Labore ersetzt werden kann, weshalb diese Labor-Chips auch englisch als "Lab' on a Chip" bezeichnet werden. Oder bei der Erforschung von Eiweißmolekülen, von denen der Mensch rund 100.000 verschiedene in seinem Körper erzeugen kann und die alle anders wirken: von der Verdauung bis zur Krankheit. Oder bei den sogenannten Kürbismolekülen, an deren Struktur andere Stoffe leicht andocken, wodurch der Kürbis zum Transportmittel wird. Oder bei den Polymeren, einer Molekülgruppe der organischen Chemie, die so vielfältig ist, dass man leicht den Überblick über ihre Fähigkeiten und Kombinationsmöglichkeiten verliert, etwa bei der Rezeptur neuer Klebstoffe im Flugzeugbau. Man könnte die Beispielserie noch lange fortsetzen, für sie und weitere gilt: Sie haben einen gemeinsamen Nenner. Und der heißt Computer. Nicht weil Computer sowieso und in allen Wissenschaften wichtig und gebräuchlich sind, sondern weil Computerprogramme viel schneller und zielgenauer als Menschen oder Bücher Unmengen von Daten durchsuchen, sortieren, vergleichen, filtern und darstellen können.
    Und deshalb hat die Fachhochschule Gelsenkirchen in ihrem Recklinghäuser Fachbereich für angewandte Naturwissenschaften ein Institut gegründet, dass sich als Einrichtung für biologische und chemische Informatik mit Rechnerprogrammen und Computerwerkzeugen für diese neuen Produkte, Verfahren und Dienstleistungen beschäftigt. Da werden beispielsweise Reaktionsbilder ausgewertet, um von ihnen auf Krankheiten schließen zu können. Oder weltweit Datenbanken durchforscht auf der Suche nach neuen Möglichkeiten für die Klebstoffindustrie der Region Emscher-Lippe. Aber es werden auch Rechnersimulationsprogramme geschrieben, mit denen die Studierenden in Recklinghausen sich die Vorgänge auf molekularer Ebene besser vorstellen können und daher besser und schneller zum Abschluss kommen.
    Das Institut ist mit Beginn des Jahres 2006 an den Arbeitsstart gegangen. Zurzeit gehören ihm die Professoren Dr. Achim Zielesny, Dr. Sören Walter Perrey und Dr. Heinrich Brinck an. Zwei weitere wissenschaftliche Mitarbeiter, Mirco Daniel und Rebecca Schabio, verstärken das Team. Doch schon jetzt haben sich mehrere andere Professoren der Hochschule zur Mitarbeit angemeldet. Einen Teil ihrer Forschungsergebnisse wollen die Professoren für alle Welt zugänglich veröffentlichen, um so von Recklinghausen aus die Forschungstrends in die Welt zu tragen und mit der Welt zu diskutieren. Zum Vorteil aller.
    Weitere Informationen unter www.ibci.fh-gelsenkirchen.de.

    Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
    Prof. Dr. Achim Zielesny, Institut für biologische und chemische Informatik im Recklinghäuser Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-530 oder 915-443 (Dekanatssekretariat), Telefax (02361) 915-484, E-Mail achim.zielesny@fh-gelsenkirchen.de


    More information:

    http://www.ibci.fh-gelsenkirchen.de Details zu den Forschungsvorhaben und zum Forscherteam


    Images

    Drei, die die Forschung in der biologischen und chemischen Informatik von Recklinghausen aus vorantreiben wollen (von links nach rechts): Prof. Dr. Sören Walter Perrey, Prof. Dr. Achim Zielesny, Prof. Dr. Heinrich Brinck.
    Drei, die die Forschung in der biologischen und chemischen Informatik von Recklinghausen aus vorantr ...
    Foto: FHG/BL, Abdruck honorarfrei
    None


    Criteria of this press release:
    Biology, Chemistry, Information technology, Materials sciences, Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
    transregional, national
    Organisational matters, Research projects
    German


     

    Drei, die die Forschung in der biologischen und chemischen Informatik von Recklinghausen aus vorantreiben wollen (von links nach rechts): Prof. Dr. Sören Walter Perrey, Prof. Dr. Achim Zielesny, Prof. Dr. Heinrich Brinck.


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).