idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
01/31/2006 11:37

Volkskrankheit Stuhlinkontinenz

Bernd Hegen Referat Kommunikation
Universität Koblenz-Landau

    Mit dem Tabuthema Stuhlinkontinenz befasst sich ein neuer Ratgeber der Gesundheitspsychologin Dr. Gabriele Dlugosch vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität in Landau und der Mediziner Prof. Dr. Alexander Herold und Dr. Beate Sprockamp. Untersuchungen lassen vermuten, dass in den Industrieländern ebenso viele Menschen an Darmschwäche leiden wie an Blasenschwäche, jeweils etwa 5 Prozent der Bevölkerung. "Doch während die Mauer des Schweigens um die Harninkontinenz bröckelt, verbinden sich im Bewusstsein der Menschen mit der Stuhlinkontinenz offenkundig so viel Scham und Ekel, dass nur wenige darüber sprechen", meint Dlugosch, die am zepf das Forschungsprojekt "Psychosoziale Aspekte der Stuhlinkontinenz" initiiert hat, bei dem Grundlagendaten von Betroffenen gesammelt werden, um bessere Voraussetzungen für die Beratungsarbeit zur Verfügung zu haben.

    Die beiden Proktologen Herold und Sprockamp vom Enddarmzentrum Mannheim befassen sich in dem Ratgeber mit den Ursachen, der Diagnose und der Behandlung der verschiedenen Formen der Darmschwäche. Sie geben Auskunft über Hilfsmittel und Therapiegeräte. Auch das Thema Ernährung kommt nicht zu kurz. Dlugosch stellt die psychischen und emotionalen Probleme im Umgang mit der Stuhlinkontinenz dar. Dabei geht sie auch auf die Themen Partnerschaft und Sexualität ein. Im Anhang des Ratgebers werden die Fachgesellschaften und Patientenverbände aufgelistet, die sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit den medizinischen und psychosozialen Aspekten der Stuhlinkontinenz befassen.
    Hinzu kommen Checklisten, die auch aus dem Internet heruntergeladen werden können: http://www.patientenliteratur.de und http://www.inkontinenzportal.de

    Publikation:
    Stuhlinkontinenz - Der Ratgeber, Alexander Herold, Beate Sprockamp und Gabriele E. Dlugosch, Berlin, 2005, ISBN 3-9804810-4-2

    Weitere Informationen:
    PD Dr. Gabriele E. Dlugosch
    Telefon: +49 (0)6341-906-199
    E-Mail: dlugosch@zepf.uni-landau.de


    Images

    Criteria of this press release:
    Medicine, Nutrition / healthcare / nursing, Psychology, Social studies
    transregional, national
    Scientific Publications
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).