idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Magazin
Share on: 
12/08/1999 10:59

Neue Professorinnen und Professoren in Köln

Anneliese Odenthal Kommunikation und Marketing
Universität zu Köln

    Professor Dr. Heinz Antor, bisher Universität Düsseldorf, ist zum Universitätsprofessor C 4 im Englischen Seminar der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden.

    Professor Antor wurde 1959 in Nürnberg geboren. Er studierte in Erlangen-Nürnberg, Oxford/England und Würzburg Anglistik, Romanistik und Angewandte Sprachwissenschaft. 1988 promovierte er an der Universität Würzburg. Es folgte mehrmalige Auslandsaufenthalte in London und Fairfax/USA. Ein Förderpreis der Jubiläumsstiftung der Universität Würzburg zum 400-jährigen Bestehen der Universität ermöglichte ihm 1992 einen Forschungsaufenthalt an der Bodleian Library der Universität Oxford. 1994 habilitierte er sich im Fach "Englische Philologie" an der Universität Würzburg. Lehrstuhlvertretungen führten ihn an die Universität Düsseldorf. Hier übernahm 1997 als Universitätsprofessor für Englische Literaturen und ihre Didaktik die Abteilung Anglistik V. Gleichzeitig wurde er zum Leiter des Anglistischen Instituts ernannt. Die Vertretung eines C 4-Lehrstuhls für Literaturwissenschaft und Anglistik führte ihn 1998 an die Universität Bremen. Einen Ruf auf diese Professur lehnte er jedoch ab und folgte stattdessen dem Ruf der Kölner Universität. Professor Antor war in den Jahren 1990 bis 1997 als Redakteur der Zeitschrift Anglistik tätig. Seit 1997 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift "Symbolism: An International Journal of Critical Aesthetics". Bereits seit 1991 ist er Mitglied des Ausschusses für die Sekundarstufe II im Bundeswettbewerb Fremdsprachen für Englisch zuständig. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Englische Literatur vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, neu englischsprachige Literaturen, interdisziplinäre Postkolonialismusforschung, Moderne- und Postmodernedebatte, Interkulturalitätsforschung und Literaturdidaktik.

    Dr. Jan Sigge Brunkwall, bisher Universität Lund/Schweden mit Tätigkeit am Universitätskrankenhaus Malmö/Schweden, ist zum Universitätsprofessor C 3 für Gefäßchirurgie in der Klinik und Poliklinik für Visceral- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden.

    Professor Brunkwall wurde 1954 in Stockholm/Schweden geboren. Er studierte in Lund/Schweden Medizin. Hier habilitierte er sich 1990 mit dem Thema "Über die Prostaglandinproduktion der Gefässwand in einem Perfusionsmodel". Im Rahmen seiner Ausbildung war er ein Jahr an der University of Michigan in Ann Arbor, USA, tätig. Seit 1987 war er in der Chirurgie im Krankenhaus Malmö, davon seit 1994 als Oberarzt tätig. Hier erreichte ihn der Ruf der Kölner Universität. Professor Brunkwall wurde für seine Forschungen bereits mehrfach ausgezeichnet. 1994 erhielt er zusammen mit P. Mangel von der European society for vascular and vascular surgery für seine Arbeit die Auszeichnung "Best experimental paper", vier Jahre später zusammen mit M. Malina die Auszeichnung "Best clinical paper". 1995 wurde ihm die erste Auszeichnung auch als Swedish vascular award verliehen. Für die beste Präsentation erhielt er 1998 den Scandinavian association vascular surgery award. Professor Brunkwall wird innerhalb der Kölner Klinik für Visceral- und Gefäßchirurgie für den Bereich Gefäßchirurgie verantwortlich sein. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Gefäßwandphysiologie unter Berücksichtigung von Blutgerinnung und Blutfluß. Ein anderes Thema seiner Forschung ist die Zurückbildung von Aortenaneurysmen nach der Behandlung mit einer neuen, weniger schadenden Methode. Professor Brunkwall ist ein besonderer Spezialist auf dem Gebiet der Implantation von Aortenprothesen, insbesondere in einer transkutanen Technik ohne Eröffnung der Bauch- oder Brusthöhle. Dieses Verfahren hat er zusammen mit anderen Mitarbeitern als einer der ersten in Skandinavien eingeführt und blickt in der Zwischenzeit auf über 180 behandelte Fälle zurück.

    Dr. Tezkan Bülent ist zum Universitätsprofessor C 3 für Geophysik in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig ist er dem Vorstandsmitglied des Instituts für Geophysik und Meteorologie ernannt worden.

    Professor Bülent wurde 1958 in Istanbul/Türkei geboren. Er studierte in Istanbul und Göttingen Geophysik. 1986 promovierte er an der Universität Göttingen. Seine Habilitation erfolgte drei Jahre später an der Technischen Universität Istanbul. Daran anschließend war Professor Bülent bis 1992 am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven tätig. 1993 wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die elektrischen und elektromagnetischen Methoden der Angewandten Geophysik zur Erkundung oberflächennaher und tieferer Strukturen des Untergrundes (Deponie- und Altlasterkundung, Lokation kontaminierter Böden, Archäogeophysik, Grundwasserprospektion und Leitfähigkeitsstruktur der Erdkruste). Professor Bülent ist als Gutachter für internationale Fachzeitschriften und als Mitarbeiter bzw. Leiter von mehreren von der Europäischen Union und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekten der Angewandten Geophysik tätig. Er ist Mitglied der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) und der Enviromental Engineering Geophysical Society (EEGS).

    Dr. Ulrich Faigle, bisher Universität Twente, Enschede, Niederlande, ist zum Universitätsprofessor C 4 für Angewandte Mathematik und Informatik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig ist er zum Vorstandsmitglied des Mathematischen Instituts ernannt worden.

    Professor Faigle wurde 1947 in Rechenberg geboren. Er studierte in Tübingen, Strassburg und Chapel Hill/North Carolina Mathematik mit dem Nebenfach Informatik. 1985 habilitierte er sich an der Universität Bonn. Über eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Oldenburg erreichte ihn 1987 ein Ruf der Universität Twente, Enschede. Hier war er als Professor für Mathematical Programming and Operations Research im Institut für Angewandte Mathematik tätig. Seine Forschungen auf diesen beiden Gebieten wird er auch in Köln fortführen.

    Dr. Martin Hambrecht, Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität zu Köln, ist zum Universitätsprofessor C 3 ernannt worden.

    Professor Hambrecht wurde 1955 in Freiburg i.Br. geboren. Er studierte in Mannheim, Hamburg, Freiburg Rhode Island (USA) und Heidelberg Psychologie, Wissenschaftslehre und Medizin. 1981 promovierte er an der Universität Hamburg zum Dr. phil. Seine Promotion im Fach Medizin erfolgte 1986 an der Universität Freiburg. Nach Assistenzarztstellen in Heidelberg und Mannheim wurde er 1995 zum Oberarzt der Psychiatrischen Klinik des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim ernannt. Im gleichen Jahr habilitierte er sich für das Fach Psychiatrie an der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg. Seit 1996 ist er als Leitender Oberarzt an der Universität zu Köln tätig. Professor Hambrecht ist Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften, so zum Beispiel der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde und der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie. Er ist als Gutachter für die European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience, für die Acta Psychiatrica Scandinavica und für das Australian and New Zealand Journal of Psychiatry tätig. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Schizophrenieforschung, insbesondere die Früherkennung und Ersterkrankung, psychiatrische Epidemiologie, allgemeine Psychopathologie, Familie und psychische Erkrankung und die Komorbidität psychischer Störungen. In der Öffentlichkeit ist Professor Hambrecht durch die Veranstaltung der "Früherkennungswoche" 1998 in Köln bekannt geworden.

    Dr. Gerald Haupt, bisher Urologische Klinik im Marienhospital Herne, Ruhr-Universität Bochum, ist zum Universitätsprofessor C 3 in der Klinik und Poliklinik für Urologie der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden.

    Professor Haupt wurde 1960 in München geboren. Er studierte in Passau Jura und in München Medizin. In den 80er Jahren war er als Research Fellow in Urology im Department of Surgery der University of Arizona, Tucson, USA, tätig. Von 1989 bis 1999 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Urologischen Klinik im Marienhospital Herne tätig, davon seit 1997 als Leitender Oberarzt. 1993 promovierte er mit der Arbeit "Effektivität und Komplikationen der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie mit den Dornier Lithotriptoren HM 1-3". Im Wintersemester 1997/98 habilitierte er sich mit dem Thema "Behandlung von Harnsteinen, Knochen und Weichgeweben mit ballistischer Energie: Leistungsfähigkeit und Systemerweiterung einer neuen minimal-invasiven Therapietechnik". Seit dem 1. März ist Professor Haupt Leitender Oberarzt der Urologischen Klinik der Universität zu Köln. Zu seinen Schwerpunkten der klinischen Tätigkeit gehören das Harnblasenkarzinom, Prostatakarzinom, Nierenzellkarzinom, Harnsteintherapie, Mikrochirurgie, die transurethrale Therapie des unteren Harntraktes und die Neurourologie. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind das Harnblasen- und Prostatakarzinom, die benigne Prostatahyperplasie und die Endourologie. Für seine wissenschaftliche Tätigkeit wurde Professor Haupt bereits mehrfach ausgezeichnet. So wurde ihm 1990 der Paul-Mellin-Preis der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie verliehen. Ein Jahr später erhielt er den Uro-Imaging-Preis der Deutschen Gesellschaft für Urologie, 1997 ging er der Paul-Mellin-Preis wiederum an den Kölner Wissenschaftler. Professor Haupt ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgesellschaften, so zum Beispiel der Deutschen Krebsgesellschaft oder der Societé d'Urologie Internationale.

    Dr. Marja Järventausta, bisher Universität Joensuu/Finnland, ist zur Universitätsprofessorin C 3 für Finnougistik der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig ist sie zum Vorstandsmitglied des Instituts für Nordische Philologie der Universität zu Köln ernannt worden.

    Professorin Järventausta wurde 1956 in Hämeenlinna/ Finnland geboren. Sie studierte in Tampere/Finnland und Jyväskylä/Finnland Germanistik, Fennistik und Phonetik. Mehrfach als Lektorin am Germanistischen Institut der Universität Jyvöskylä/Finnland tätig, war sie von 1993 bis 1999 als Professorin für Deutsch am Institut für interkulturelle Kommunikation der Universität Joensuu in Finnland tätig, davon in den Jahren 1997 bis 1998 als Vizeleiterin des Instituts. Hier erreichte sie der Ruf der Kölner Universität. Professorin Järventausta kennt Deutschland bereits durch mehrere Forschungsaufenthalte. So war sie bereits einige Male am Institut für deutsche Sprache in Mannheim und als Stipendiatin der Alexander von Humboldt Stiftung am Deutschen Seminar der Universität Tübingen. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die kontrastive Syntax Deutsch-Finnisch, kontrastive Fachsprachenforschung Deutsch-Finnisch, die deutsch-finnische Valenzlexikographie und die Übersetzungswissenschaft.

    Dr. Klaus Koenen, bisher Universität Heidelberg, ist zum Universitätsprofessor C 4 im Seminar für Theologie und ihre Didaktik der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig ist er zum Vorstandsmitglied des Seminars ernannt worden.

    Professor Koenen wurde 1956 in Köln geboren. Er studierte in Ann Arbor, Michigan/USA und Bonn Evangelische Theologie, Altorientalistik, Religionswissenschaft und Ägyptologie. 1987 promovierte er an der Evanglisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. 1993 habilitierte er sich an der Bonner Evangelisch-Theologischen Fakultät. Lehraufträge und Lehrstuhlvertretungen führten ihn an die Universitäten Kiel, Heidelberg und Essen. Professor Koenen ist Mitglied des Deutschen Vereins zur Erforschung Palästinas, der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie und der Schweizerischen Gesellschaft für Orientalische Altertumswissenschaft. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Prophetie Israels, Psalmen des Alten Testaments, Funktion fiktiver Erzählungen, Archäologie Palästinas und alttestamentliche Wissenschaft in der NS-Zeit.

    Dr. Claudia Liebrand ist zur Universitätsprofessorin C 4 im Institut für Deutsche Sprache und Literatur der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig ist sie zum Vorstandsmitglied des Instituts ernannt worden.

    Professorin Liebrand wurde 1962 in Spellen (jetzt Voerde) am Niederrhein geboren. Sie studierte in Freiburg i.Br. Germanistik und Geschichte. 1989 promovierte sie über das Romanwerk Theodors Fontanes. Von 1990 bis 1993 vertrat sie eine akademische Ratsstelle am Deutschen Seminar der Universität Freiburg. Gefördert durch ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft habilitierte sie sich 1995 mit einer Arbeit über die Aporie des Kunstmythos - Die Texte E.T.A. Hoffmanns. Sie erhielt die venia legendi für das Fach neuere Deutsche Literaturgeschichte. Von 1995 bis 1996 war sie am Deutschen Seminar II der Universität Freiburg tätig. 1997 trat sie ein Heisenberg-Stipendium an. Vortragsreisen führten sie nach Korea und Petersburg. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Literatur des 19. Jahrhunderts und der klassischen Modernen, die Geschlechterdifferenz und die Medientheorie.

    Dr. Martin Scheffner, bisher Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, ist zum Universitätsprofessor C 3 für Biochemie in der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum Vorstandsmitglied des Instituts für Biochemie I ernannt.

    Professor Scheffner wurde 1961 in Ulm geboren. Er studierte in Konstanz Biologie. 1989 promovierte er hier. Seine Dissertation "Studien zur enzymatischen Entwindung von doppelsträngigen Nucleinsäurebereichen" erhielt als beste des Fachbereichs Biologie der Universität Konstanz den BYK-Gulden Preis der Herber-Quant-Stiftung. Ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft führte ihn anschließend für zwei Jahre als "Guest Researcher" ins National Cancer Institute in Bethesda, Maryland/USA. 1993 übernahm er die Leitung der Arbeitsgruppe "Tumorvirusbiochemie" mit dem Forschungsschwerpunkt "Angewandte Tumorvirologie" des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg. Hier erreichte ihn der Ruf der Kölner Universität. 1997 habilitierte er sich im Fach Biologie an der Universität Konstanz. Ihm wurde die Lehrbefugnis in den Fächern Biochemie und Molekulare Biologie erteilt. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die humanen Papillomviren und ihre Rolle bei der Karzinogenese, der Aufbau und die Funktion des Ubiquitin-abhängigen Proteinabbauwegs und die Rolle des Ubiquitin/Proteasom-Systems bei der menschlichen Karzinogenese, im speziellen beim Abbau des Tumorsuppressor-Proteins p53.

    Verantwortlich: Anneliese Odenthal


    Images

    Criteria of this press release:
    Biology, Information technology, Mathematics, Medicine, Nutrition / healthcare / nursing, Physics / astronomy
    transregional, national
    Personnel announcements
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).