Essen, 14.11.2007. Fünf Hochschulen und der Stifterverband wenden sich mit einem offenen Brief an die Wissenschaftsminister der Länder. Sie sehen Beschlüsse des Akkreditierungsrates zur Einführung der Systemakkreditierung mit Sorge. Die Technische Universität Darmstadt, die Technische Universität Dresden, die Georg-August-Universität Göttingen, die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und die Technische Universität München sind Partner des Programms "Die deregulierte Hochschule" von Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung.
Die Beschlüsse stellen nach Meinung der Verfasser einen Rückfall in eine externe Detailsteuerung der Hochschulen durch die öffentliche Hand dar. Die Hochschulen wollen für die Qualität ihrer Studienangebote selbst die volle Verantwortung übernehmen. "Um die Hochschulen auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Qualitätsentwicklung zu fördern, bitten wir Sie daher, die Umsetzung der Beschlüsse des Akkreditierungsrates noch einmal grundlegend zu überdenken", heißt es in dem Brief.
Es folgt der Wortlaut des Briefs. Die erwähnten Anlagen können Sie als PDF-Datei von der Internetseite des Stifterverbandes herunterladen.
Sehr geehrter Herr Minister,
am 8. Oktober 2007 hat der Akkreditierungsrat in seiner 54. Sitzung Beschlüsse gefasst, die die Systemakkreditierung konkretisieren und verbindliche Regeln dafür vorschlagen. Der Stifterverband, die Heinz Nixdorf Stiftung und die fünf Universitäten, die an dem Aktionsprogramm "Die deregulierte Hochschule" zusammenarbeiten, begrüßen das Bemühen, Qualitätsmanagementsysteme auf ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen und dafür Kriterien zu liefern.
Mit großer Sorge nehmen wir aber einzelne Passagen dieser Beschlüsse wahr. Sie stellen einen Rückfall in eine externe Detailsteuerung dar. Unsere Kritik im Detail haben wir in der beiliegenden Stellungnahme ausgeführt (Anlage 1).
Die beteiligten Universitäten sind indessen bereit, für die Qualität ihrer Studienangebote selbst die umfassende Verantwortung zu übernehmen und dafür Qualitätsmanagementsysteme zu implementieren, die den Leitlinien deregulierter Hochschulen folgen (Anlage "Leitlinien zum Qualitätsmanagement").
Ziel dabei ist es, die Qualitätsentwicklung der Studiengänge in die qualitätsorientierte Gesamtentwicklung der Hochschulen einzubinden.
Um die Hochschulen auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Qualitätsentwicklung zu fördern, bitten wir Sie daher, die Umsetzung der Beschlüsse des Akkreditierungsrates entsprechend der beigefügten Empfehlungen noch einmal grundlegend zu überdenken.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Andreas Schlüter
Generalsekretär
Stifterverband
Prof. Dr. Bernhard Eitel
Rektor
Universität Heidelberg
Prof. Dr. Kurt von Figura
Präsident
Universität Göttingen
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann
Präsident
Technische Universität München
Prof. Hermann Kokenge
Rektor
Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel
Präsident
Technische Universität Darmstadt
http://www.stifterverband.de/site/php/medien.php?SID=&seite=Pressemitteilung...
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications
German

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