Ionische Flüssigkeiten (IF) stehen im Mittelpunkt der Winterschool eines Schwerpunktprogrammes (SPP) der Deutschen Forschungsgesellschaft zu diesem Thema, zu dem Doktoranden und Postdoktoranden nach Leipzig eingeladen sind. In verschiedenen Vorträgen sollen die Teilnehmer der Arbeitskreise und Teilprojekte des SPP 1191 den derzeitigen Stand ihrer Forschungen präsentieren, wie Prof. Dr. Barbara Kirchner vom Wilhelm-Ostwald Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig informierte. Vorträge internationaler Experten runden die Winterschool ab.
Zeit: 19. Februar 2008 bis 22. Februar 2008
Ort: Fakultät für Chemie und Mineralogie
Johannisallee 29
Raum 014
Wie Prof. Kirchner erläutert, sind ionische Flüssigkeiten Salze, die schon bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius flüssig werden. Für gewöhnlich sind Salze feste Stoffe, die erst bei wesentlich höheren Temperaturen in den flüssigen Zustand übergehen. "Die physikalischen Eigenschaften der ionischen Flüssigkeiten zu verstehen ist Ziel des SPP 1191", so die Chemikerin. Denn obwohl IF zum Beispiel als Lösungsmittel inzwischen bei mehr als 20 industriellen Prozessen verwendet werden, sind ihre Eigenschaften noch längst nicht völlig erforscht. So arbeiten derzeit denn auch Arbeitskreise an 20 deutschen Universitäten an mehr als 30 Projekten zu den ionischen Flüssigkeiten. Allein in Leipzig gibt es drei Arbeitskreise.
Die in den ionischen Flüssigkeiten vorhandenen Anionen und Kationen bieten laut Prof. Kirchner unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Wenn man die Eigenschaften der IF besser kennt, können ganz gezielt Lösungsmittel hergestellt werden, die spezifischen Anforderungen gerecht werden. Erstmals beschrieben wurden die ionischen Flüssigkeiten von dem Wissenschaftler Paul Walden, der 1891 an der Universität Leipzig promoviert hatte. Lange Zeit in Vergessenheit geraten nahm das Interesse erst seit Ende der 80er Jahre wieder zu. In der Winterschool werden die neuesten Forschungsergebnisse des SPP 1191 diskutiert. DFas Programm finden sie unter: www.dfg-spp1191.de/front/
Jörg Aberger
weitere Informationen:
Prof. Dr. Barbara Kirchner
Telefon: 0341 97-36401
E-Mail: bkirchner@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~quant/index.html
Criteria of this press release:
Biology, Chemistry
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
German

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