Halle, 11 März 2008 Im Spitzenclusterwettbewerb der
Bundesregierung ist der Forschungsantrag "Solarvalley
Mitteldeutschland" eine Runde weiter. Der Antrag ist einer
von 12 Anträgen, die aus insgesamt 38 von einer
unabhängigen Jury für die 2. Runde des Wettbewerbs
ausgewählt wurde. Von den jetzt verbliebenen Anträgen
werden bis zu fünf für eine Förderung ausgewählt. Die
Entscheidung hierfür fällt voraussichtlich im September.
Insgesamt stehen für die fünf Finalisten ca. 200 Mio. Euro
an Fördermitteln zur Verfügung. Das BMBF begründet seine
Auswahl mit dem überdurchschnittlich hohen
Entwicklungspotenzial in einem richtungsweisenden
Zukunftsmarkt der Photovoltaik und der bereits vorhanden
Clusterung in Mitteldeutschland.
In dem Vorhaben kooperieren 25 Solarfirmen und 12
Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und
Thüringen. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, innerhalb
der nächsten fünf bis sieben Jahre beim deutschen
Endverbraucher Solarstrom zu gleichen Preisen wie
konventionellen Strom anzubieten. Dabei bündelte die
Branche ihre Kräfte und führte das ehrgeizige Projekt
erfolgreich in die zweite Wettbewerbsrunde. "Wir sind sehr
erfreut über den Entscheid. Er unterstreicht, dass wir auf
dem richtigen Weg sind. Wir hoffen, dass wir uns damit
auch in der nächsten Auswahlrunde durchsetzten können. Es
wäre das richtige Signal, um den internationalen Vorsprung
der deutschen Photovoltaikindustrie weiter auszubauen "
sagt Dr. Hubert Aulich, Cluster-Sprecher und Vorstand der
PV Crystalox Solar AG in Erfurt und Bitterfeld.
Im Cluster Solarvalley Mitteldeutschland konzentrieren sich
die regionalen Aktivitäten innerhalb der Solarbranche: Hier
sind alle Photovoltaikfirmen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette vom Rohstoff Silizium bis zum
integrierten PV-System mit eigenen Forschungsvorhaben
eingebunden. Allein im Jahr 2006 wurden 16 Prozent aller
weltweit produzierten Solarzellen in der Region Mitteldeutschland
gefertigt. Dies macht 80 Prozent der deutschen Produktion aus.
In der Branche, die jährlich mit bis zu 50% wächst, sind bereits
jetzt mehrere tausend Menschen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt,
Sachsen und Thüringen beschäftigt.
Das endgültige Ergebnis des Wettbewerbs um die
Clusterförderung der Bundesregierung wird im September
2008 erwartet. Das Bundesforschungsministerium will mit
dem Spitzenclusterwettbewerb Kooperationen aus
Wissenschaft und Wirtschaft fördern und so Netzwerken
Wettbewerbsvorteile verschaffen. Hierzu wurden
gemeinsame Strategien formuliert, die an den Stärken der
regionalen Branchen ansetzen und ungenutzte
Entwicklungspotenziale ausschöpfen. Vorgesehen sind drei
Wettbewerbsrunden in einem zeitlichen Abstand von etwa
ein bis anderthalb Jahren.
http://www.bmbf.de
http://www.solarvalley.org
http://www.spitzencluster.de
Criteria of this press release:
Electrical engineering, Energy, Materials sciences
transregional, national
Research projects, Science policy
German

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