Das neue Graduiertenkolleg "Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik" untersucht Wirkungen und Formen abweichenden religiösen Verhaltens und Glaubens in verschiedenen Kulturen.
Das neue Graduiertenkolleg "Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik" untersucht Wirkungen und Formen abweichenden religiösen Verhaltens und Glaubens in verschiedenen Kulturen.
Neben Religionswissenschaftlern und Theologen beteiligen sich an dem Projekt auch Indologen, Tibetologen, Afrikanisten, Kultursoziologen, Orientalisten, Historiker der Universität Leipzig sowie die Judaistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. "Durch dieses außergewöhnlich breite Zusammenwirken von regionalwissenschaftlichen, historischen und systematischen Disziplinen können wir die Forschungsprojekte unserer Doktoranden in einem kulturvergleichenden und theoretischen Zusammenhang diskutieren", erläutert der Sprecher des Graduiertenkollegs Prof. Dr. Hubert Seiwert, Religionswissenschaftler an der Universität Leip-zig. Auf diese Weise werde das Phänomen religiöser Nonkonformismus erstmals umfassend aus einer übergreifenden Perspektive erforscht.
Religiöser Nonkonformismus tritt in allen komplexen Gesellschaften auf, etwa in Form von Pro-pheten, Sekten oder religiösen Minderheiten und wird häufig negativ sanktioniert. "Gleichzei-tig können wir aber beobachten, dass gerade diese abweichenden Formen religiösen Verhaltens und Glaubens erheblich zu sozialen und kulturellen Veränderungen beitragen und deshalb wichtig sind", betont Prof. Dr. Seiwert. Ziel der Forscher ist es deshalb, diese gesell-schaftliche Spannung und ihre Folgen in unterschiedlichen geographischen und zeitlichen Räumen näher zu untersuchen.
Das Graduiertenkolleg "Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik" wird zunächst für 5 Jahre durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Darin enthalten sind Stipendien für 20 Doktoranden, zwölf Forschungsstudenten sowie Qualifizierungsstipendien und Mittel für Auslandsaufenthalte. Die Universität Leipzig unterstützt das Graduiertenkolleg unter anderem durch die Einbindung in die Research Academy Leipzig (RAL) für die strukturier-te Doktorandenausbildung. "Die Einrichtung des Graduiertenkollegs ist nicht nur ein großer Erfolg für die beteiligten Wissenschaftler", so Prof. Dr. Martin Schlegel, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Leipzig und Leiter der Research Acade-my Leipzig. "Die Unterstützung dieses Projektes durch die DFG bestätigt uns auch auf unserem Weg, entgegen dem allgemeinen Trend, die so genannten kleinen Fächer in ihrer Bedeutung für das geisteswissenschaftliche Profil der Universität zu stärken."
weitere Informationen:
Prof. Dr. Hubert Seiwert
Telefon: +49 341 97-37160
E-Mail: seiwert@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~religion
Criteria of this press release:
Religion
transregional, national
Research projects
German

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