SRH Hochschule Heidelberg untersucht in bundesweit einmaliger Studie die Rückfälligkeit junger Straftäter
Nach schweren Gewaltdelikten von Jugendlichen, wie z. B. in Winnenden und in verschiedenen Jugendhaftanstalten, beschäftigen sich Medien und Politik verstärkt mit der Kriminalität von Kindern und Jugendlichen. Erklärungen werden gesucht und eine Verschärfung des Jugendstrafgesetzes gefordert. Prof. Dr. Denis Köhler von der SRH Hochschule Heidelberg hat untersucht wie häufig junge Straftäter rückfällig werden und warum. Dafür wurden 153 Gewalt- und Sexualstraftäter im Alter zwischen 15 und 21 nach ihrer ersten Haftentlassung über mehrere Jahre beobachtet. Erstmalig in Deutschland wurde dabei berücksichtigt, ob positive Bedingungen wie eine unterstützende Familie oder ein soziales Netzwerk den weiteren Lebensweg der Jugendlichen beeinflussen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Rückfälligkeit bei jungen Tätern hoch ist und ein negatives Umfeld dabei eine zentrale Rolle spielt. "Daraus wird deutlich, dass Prävention frühzeitig ansetzen muss. Wichtig ist, die Stärken der Jugendlichen zu fördern und ihnen Perspektiven zu geben", sagt Prof. Dr. Denis Köhler von der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften.
Die Studie wurde gemeinsam mit Dipl.-Psych. Ina Rotermann und PD Dr. Dipl.-Psych. Günter Hinrichs vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein durchgeführt und ist aktuell beim Verlag für Polizeiwissenschaft erschienen.
Die Studienergebnisse und Empfehlungen der Autoren werden am Freitag, 31.7., in einem Workshop an der SRH Hochschule Heidelberg (Raum arc 121) vorgestellt und mit renommierten Fachleuten diskutiert. Zum ersten Workshop des Kontaktstudiums Forensische Sozialwissenschaften sind interessierte Zuhörer herzlich eingeladen.
Weitere Informationen und Anmeldung:
Dr. Claudia Uthmann
Telefon 0 62 21 88-14 19
Telefax 0 62 21 88-34 82
claudia.uthmann@fh-heidelberg.de
http://www.iwp.fh-heidelberg.de
Criteria of this press release:
Psychology, Social studies
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications, Scientific Publications
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).