idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
17.07.2009 12:22

Prävention statt Rückfall in die Kriminalität

Sabine Mitternacht Pressestelle
SRH Hochschule Heidelberg

    SRH Hochschule Heidelberg untersucht in bundesweit einmaliger Studie die Rückfälligkeit junger Straftäter

    Nach schweren Gewaltdelikten von Jugendlichen, wie z. B. in Winnenden und in verschiedenen Jugendhaftanstalten, beschäftigen sich Medien und Politik verstärkt mit der Kriminalität von Kindern und Jugendlichen. Erklärungen werden gesucht und eine Verschärfung des Jugendstrafgesetzes gefordert. Prof. Dr. Denis Köhler von der SRH Hochschule Heidelberg hat untersucht wie häufig junge Straftäter rückfällig werden und warum. Dafür wurden 153 Gewalt- und Sexualstraftäter im Alter zwischen 15 und 21 nach ihrer ersten Haftentlassung über mehrere Jahre beobachtet. Erstmalig in Deutschland wurde dabei berücksichtigt, ob positive Bedingungen wie eine unterstützende Familie oder ein soziales Netzwerk den weiteren Lebensweg der Jugendlichen beeinflussen.
    Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Rückfälligkeit bei jungen Tätern hoch ist und ein negatives Umfeld dabei eine zentrale Rolle spielt. "Daraus wird deutlich, dass Prävention frühzeitig ansetzen muss. Wichtig ist, die Stärken der Jugendlichen zu fördern und ihnen Perspektiven zu geben", sagt Prof. Dr. Denis Köhler von der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften.
    Die Studie wurde gemeinsam mit Dipl.-Psych. Ina Rotermann und PD Dr. Dipl.-Psych. Günter Hinrichs vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein durchgeführt und ist aktuell beim Verlag für Polizeiwissenschaft erschienen.
    Die Studienergebnisse und Empfehlungen der Autoren werden am Freitag, 31.7., in einem Workshop an der SRH Hochschule Heidelberg (Raum arc 121) vorgestellt und mit renommierten Fachleuten diskutiert. Zum ersten Workshop des Kontaktstudiums Forensische Sozialwissenschaften sind interessierte Zuhörer herzlich eingeladen.

    Weitere Informationen und Anmeldung:
    Dr. Claudia Uthmann
    Telefon 0 62 21 88-14 19
    Telefax 0 62 21 88-34 82
    claudia.uthmann@fh-heidelberg.de
    http://www.iwp.fh-heidelberg.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Psychologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).