idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
11/18/2009 14:13

Neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Münster

Dr. Christina Heimken Presse- und Informationsstelle
Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet an der Universität Münster einen neuen Sonderforschungsbereich in der Chemie ein. Sprecher ist Prof. Dr. Armido Studer vom Organisch-Chemischen Institut der WWU. Die DFG stellt innerhalb von vier Jahren fast 8 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung. Insgesamt werden 17 neue Sonderforschungsbereiche zum 1. Januar 2010 eingerichtet, teilte die DFG am Mittwoch (18. November 2009) mit.

    An dem neuen Sonderforschungsbereich (SFB) 858 "Synergetische Effekte in der Chemie - Von der Additivität zur Kooperativität" werden eine Reihe ausgewiesener Experten aus der Chemie und aus angrenzenden Disziplinen wie Physik und Medizin beteiligt sein, ebenso wie vielversprechende Nachwuchswissenschaftler. "Wir sind froh, dass die DFG unsere Bemühungen zur Realisierung interdisziplinärer Forschungsvorhaben mit der Bewilligung des SFB unterstützt", so Prof. Studer.

    Die Wissenschaftler wollen untersuchen, inwieweit das räumliche und zeitliche Zusammenwirken mehrerer chemischer Komponenten einen Einfluss auf das Resultat chemischer Reaktionen hat - im Vergleich zur schrittweisen (additiven) Reaktionsführung. "Vielfach bleiben Möglichkeiten ungenutzt, mit mehreren gleichzeitig einwirkenden Faktoren die Erzeugung von Materialien und Stoffen zu steuern", so Prof. Studer. "Dabei können wir heute unter gezielter Berücksichtigung gemeinsam (kooperativ) wirkender chemischer Komponenten chemische Reaktionen ganz neu entwickeln und neue Produkte oder Phänomene wie Leitfähigkeit, molekulare Erkennung oder Magnetismus erzeugen."

    Synergetische beziehungsweise kooperative Effekte auf der Ebene von Molekülen zu studieren, bedeute immer auch, die Herstellung von Materialien und Wirkstoffen effizienter, ökonomischer und somit auch verantwortlicher zu gestalten, so Prof. Studer. "Vielleicht können wir bestimmte Substanzen bald ohne Verwendung von Schwermetallen herstellen, wo sie heute noch notwendig sind. Auch das Erzeugen von Materialien direkt auf ihrer späteren Anwendungsoberfläche ist denkbar", sagt er.

    Im SFB 858 werden solche kooperativen Effekte erstmalig über Fächergrenzen hinweg systematisch studiert. Die WWU bietet mit 19 beteiligten Forschungsgruppen aus vier Instituten der Chemie und je einem Institut aus den Fachbereichen Physik und Medizin ein ideales Umfeld zur interdisziplinären Forschung an Synergetischen Effekten in der Chemie. Die ambitionierten Ziele des SFB sollen durch komplementäre experimentelle und theoretische Arbeiten erreicht werden. Daher werden neben der Forschung im Labor auch moderne Computersimulationen eine wesentliche Rolle spielen.

    Zusammen mit dem Sonderforschungsbereich 858 wurde ebenfalls ein neues integriertes Graduiertenkolleg "Grundlagen und Anwendungen kooperativer Effekte" bewilligt, an dem sich die DFG und die WWU mit zusätzlich insgesamt acht Stipendien jährlich beteiligen. Dieses Graduiertenkolleg stellt für alle Mitarbeiter des SFB eine grundlegende Arbeitsplattform dar und gewährleistet, gerade auch unter Mitwirkung weiterer vorhandener Promotionsprogramme, eine fundierte experimentelle und theoretische Ausbildung der beteiligten jungen Wissenschaftler.


    More information:

    http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2009/presse_2009_64.html DFG/weitere Informationen
    http://www.uni-muenster.de/Chemie.oc/studer/index.html Arbeitskreis Studer


    Images

    Logo SFB 858
    Logo SFB 858


    Criteria of this press release:
    Chemistry
    transregional, national
    Research projects
    German


     

    Logo SFB 858


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).