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06/28/2017 16:50

Wie läuft die Greifswalder Demenz-Studie mit neuartigem Therapieansatz?

Constanze Steinke Pressearbeit
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

    Wissenschaftler informieren über den aktuellen Stand und suchen weitere Studienteilnehmer - Patientenforum am 6. Juli

    Seit September vergangenen Jahres wird in einer klinischen Studie an der Universitätsmedizin Greifswald der Effekt einer Antikörperentfernung auf den Blutfluss im Gehirn bei Alzheimer-Patienten untersucht. Damit verfolgen die Greifswalder Wissenschaftler einen ganz neuen Therapieansatz bei einer Alzheimer Demenz.

    Am Donnerstag, dem 6. Juli, informiert Projektleiter PD Dr. Sönke Langner vom Institut für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie an der Universitätsmedizin Greifswald in einem öffentlichen Patientenforum über erste Erkenntnisse und den weiteren Verlauf der Studie (16.00 Uhr, Hörsaal Süd, Hauptgebäude Sauerbruchstraße). Dazu sind alle Interessenten recht herzlich eingeladen.

    Bislang wurden fünf von 15 Patienten erfolgreich in die Demenzstudie eingebunden. Bei der neuen Greifswalder Demenz-Studie (IMAD - Efficacy of immunoadsorption for treatment of persons with Alzheimer dementia and agonistic autoantibodies against alpha1A-adrenoceptor) werden bestimmte Autoantikörper aus dem Blut entfernt. Dies erfolgt stationär über eine Blutwäsche, ähnlich wie bei einer Dialyse bei Nierenpatienten. Bei anderen Erkrankungen, beispielsweise bei Bluthochdruck und Typ-II-Diabetes, konnte mit der Blutwäsche bereits erste Erfolge erzielt werden. Mit Hilfe der gewonnenen Daten sollen neue Therapiemöglichkeiten für Menschen mit einer Demenzerkrankung erschlossen werden. Beteiligt sind mehrere Institute und Kliniken der Universitätsmedizin unter Federführung von PD Dr. Sönke Langner vom Institut für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie.

    Etwa 1,6 Mio. Menschen sind in Deutschland von Demenz betroffen. Die häufigste Form ist die Alzheimer Demenz. Es handelt sich hierbei um eine neurodegenerative Erkrankung, bei der kognitive Fähigkeiten wie das Erinnerungsvermögen oder die räumliche Orientierung verloren gehen. Betroffene können nach und nach ihren Alltag immer weniger bewältigen, wodurch auch die Belastung der Angehörigen stark zunimmt. Ursächliche Mechanismen für die Entstehung der Alzheimer Demenz sind bisher noch nicht genügend aufgeklärt. Ziel der Forschung ist es, Therapien zu entwickeln, die den zerstörerischen Prozessen bei einer Alzheimer Demenz erfolgreich entgegenwirken.

    Gesucht werden für die Studie Frauen und Männer zwischen 55 und 85 Jahren mit einer leichten Alzheimer Demenz. Es erfolgt eine umfassende Aufklärung, bei der enge Familienangehörige und der Hausarzt mit einbezogen werden. Eine Aufwandsentschädigung wird gewährt.
    Interessenten aus der Region Greifswald werden gebeten, sich telefonisch 03834/86 69 61 oder per Email unter imad@uni-greifswald.de zu melden.

    Universitätsmedizin Greifswald
    Institut für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie
    Direktor: Prof. Dr. med. Norbert Hosten
    Projektleiter: PD Dr. med. Sönke Langner
    Ferdinand-Sauerbruch-Straße, 17475 Greifswald
    T +49 3834 86-69 60
    E imad@uni-greifswald.de
    http://www.medizin.uni-greifswald.de
    http://www.facebook.com/UnimedizinGreifswald
    Twitter @UMGreifswald


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    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    Biology, Chemistry, Medicine
    regional
    Press events, Research projects
    German


     

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