idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Share on: 
05/15/2019 11:30

Ralf-Dahrendorf-Preis für Robotik-Projekt der Uni Bonn

Johannes Seiler Dezernat 8 - Hochschulkommunikation
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

    Bei Katastrophen wie dem Kernkraftwerkunglück in Fukushima ist es für Einsatzkräfte zu gefährlich, das Einsatzgebiet zu betreten. Informatiker der Universität Bonn um Prof. Dr. Sven Behnke haben in einem Europäischen Forschungsprojekt für solche Szenarien den Rettungsroboter Centauro entwickelt, der statt Menschen helfend eingreifen soll. Das Bundesforschungsministerium hat das Projekt nun mit dem Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum ausgezeichnet. Mit einem Kommunikationsvorhaben möchten die Wissenschaftler Schüler spielerisch an Robotik und Künstliche Intelligenz heranführen.

    Der Centauro-Roboter erinnert tatsächlich an einen Zentaur, das Mischwesen aus der griechischen Mythologie: Kopf, Oberkörper und Arme sehen einem Menschen ähnlich, und darunter befindet sich eine Art Pferderumpf. Mit seinen vier gelenkigen Beinen mit Rädern kann er auch Treppen steigen und Hindernisse überwinden. Diese Konstruktion ermöglicht es dem Roboter, in einer gefährlichen Umgebung stellvertretend für den Menschen verschiedenste Aufgaben zu erfüllen: etwa Türen öffnen, Ventile und Schalter bedienen sowie Werkzeuge gebrauchen.

    Im vergangenen Herbst hat er zum Abschluss des CENTAURO-Projektes sein Können unter Beweis gestellt. Nun steht der Rettungsroboter erneut im Mittelpunkt: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek zeichnete während einer Tagung zum Europäischen Forschungsraum in Berlin das Projekt mit dem Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum aus. „Für die wichtigen Beiträge von Wissenschaft und Forschung zu einer guten Zukunft brauchen wir mehr öffentliches Bewusstsein“, würdigte sie die Preisträgerinnen und Preisträger in ihrer Ansprache. „Wissenschaftskommunikation hat dabei eine Schlüsselrolle: Sie trägt wissenschaftliche Erkenntnis in die Gesellschaft und fördert ein Klima der geistigen Offenheit.“

    Das Team von Prof. Dr. Sven Behnke vom Lehrstuhl für Autonome Intelligente Systeme der Universität Bonn, der das CENTAURO-Projekt koordinierte, hat nun ein Kommunikationskonzept entworfen, mit dem Schüler spielerisch und herausfordernd zugleich an Künstliche Intelligenz und Robotik herangeführt werden sollen. „Robotik ist ein Thema, dessen Nutzen jedermann anschaulich nahe gebracht werden kann“, sagt Behnke. „Das Einsatzszenario des CENTAURO-Systems lässt sich hervorragend vermitteln.“

    Die Wissenschaftler der Universität Bonn wollen mit dem Kommunikationsvorhaben zeigen, wie Entwicklungen aus den MINT-Fächern zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen können. Anhand von Lehrmaterialien sollen die Schüler zunächst grundlegendes Wissen zur Robotik und Künstlichen Intelligenz vermittelt bekommen und dann mit Computersimulationen und realen Robotern experimentieren dürfen. Als Abschluss soll ein Wettbewerb unter den beteiligten Schulen organisiert werden.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Sven Behnke
    Universität Bonn
    Institut für Informatik VI
    Autonome Intelligente Systeme
    Tel. 0228/734116
    E-Mail: behnke@cs.uni-bonn.de
    Web: www.ais.uni-bonn.de


    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    Information technology
    transregional, national
    Personnel announcements
    German


    Auszeichnung: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (rechts) überreichte Prof. Dr. Sven Behnke von der Universität Bonn (Mitte) den Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum.


    For download

    x

    Der Rettungsroboter „Centauro“ zeigte im vergangenen Oktober beim CENTAURO-Anwendungspartner Kerntechnische Hilfsdienst GmbH sein Können.


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).

    Cookies optimize the use of our services. By surfing on idw-online.de you agree to the use of cookies. Data Confidentiality Statement
    Okay