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02/22/2021 14:14

Aus dem Takt

Blandina Mangelkramer Presse und Kommunikation
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    Ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Vitalfunktionen per Radar zuverlässig detektiert und diagnostiziert werden können. In einer neuen Studie zeigen die Forschenden nun, dass das Radar auch die Herzratenvariabilität (HRV) zuverlässig messen kann. Das Radar könnte zukünftig durch Langzeitbeobachtungen der HRV pathologische Veränderungen frühzeitig erkennen und so schweren Krankheitsverläufen vorbeugen.

    Das menschliche Herz schlägt nicht gleichmäßig wie ein Metronom, sondern variiert je nach Gefühlslage der zugehörigen Person: Stress, Schmerzen und Depressionen können die Herzratenvariabilität (HRV) verändern. Aber auch chronische Krankheiten wie Diabetes und Herzerkrankungen wirken sich auf die HRV aus. Um die HRV mit dem Radar zu erfassen, hat das Team der FAU und der Technischen Universität Hamburg die Radartechnik mit Methoden des maschinellen Lernens kombiniert. Im Rahmen eines klinischen Experiments am Universitätsklinikum Erlangen konnte das Team die Zuverlässigkeit des Verfahrens bestätigen. Beim sogenannten Eiswasser-Test halten die Testpersonen ihre Hand für eine bestimmte Zeit in Eiswasser, so dass eine Schmerzreaktion ausgelöst wird, die zu einer abrupten Änderung der HRV führt. Diese Änderung zeichnete das Team sowohl mit dem Radar als auch mit einem EKG als Referenz auf. Beim Vergleich zeigte sich eine sehr hohe Übereinstimmung zwischen den Methoden. Neben dem potenziellen Einsatz zur Beobachtung von Patientinnen und Patienten im Krankenhaus, etwa um eine Sepsis oder einen plötzlichen Herzstillstand frühzeitig erkennen zu können, könnte das Verfahren auch im heimischen Bereich eingesetzt werden, um eine Langzeitbeobachtung der HRV durchzuführen.


    Contact for scientific information:

    Technischer Ansprechpartner: Kilin Shi, Lehrstuhl für Technische Elektronik, kilin.shi@fau.de
    Medizinischer Ansprechpartner: Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Professur für Palliativmedizin, christoph.ostgathe@fau.de


    Original publication:

    https://www.nature.com/articles/s41598-021-81101-1


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    Criteria of this press release:
    Journalists
    Electrical engineering, Information technology, Medicine
    transregional, national
    Research projects
    German


     

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