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09/23/2021 11:30

Lebensmittelverschwendung stärker ins Bewusstsein rücken

Dr. Michael Welling Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

    Am Mittwoch, 29. September 2021, findet bereits zum zweiten Mal der Internationale Tag gegen Lebensmittelverschwendung statt (International Day of Awareness of Food Loss and Waste). Der durch die Vereinten Nationen (UNO) ausgerufene Tag geht auf eine gemeinsame Anregung des argentinischen Agrarministeriums und des Braunschweiger Thünen-Instituts während eines internationalen Expertentreffens im Zuge der G20-Präsidentschaft von Argentinien zurück.

    Die UNO hat in ihrem Konzept für nachhaltige Entwicklung, der Agenda 2030, gefordert, bis zum Ende dieses Jahrzehnts die weltweite Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel, Gastronomie und Haushalt pro Kopf zu halbieren und die Lebensmittelverluste, die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehen, zu verringern. Am 29. September soll jedes Jahr weltweit auf die Verschwendung von Lebensmitteln aufmerksam gemacht werden.

    Private Haushalte als wichtigster Akteur

    Am Thünen-Institut wird das Thema Lebensmittelverluste und -abfälle von der landwirtschaftlichen Produktion bis zu den Privathaushalten interdisziplinär bearbeitet. So hat eine Analyse der Situation in Deutschland für das Jahr 2015 ergeben, dass insgesamt fast 12 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen werden. Mehr als die Hälfte davon landet in den privaten Haushalten im Abfall – pro Kopf sind das rund 85 kg. 11 % der Lebensmittelabfälle stammen aus der Landwirtschaft (Nachernteverluste), 17 % aus der Verarbeitung, 13 % aus der Gastronomie und 4 % aus dem Handel.

    Welche Gründe gibt es für Lebensmittelverluste an den verschiedenen Stellen der Produktions- und Verbrauchskette? Angaben dazu und Hinweise auf entsprechende Forschungsprojekte und Initiativen finden sich auf der Webseite des Thünen-Instituts in dem Beitrag „Wie Lebensmittelverschwendung entstehen kann“. Im Web-Dossier „Lebensmittelverluste und Abfälle reduzieren“ wird die Thematik in einem übergreifenden Zusammenhang dargestellt. Hier gibt es auch Informationen über negative Auswirkungen von Lebensmittelabfällen auf die Umwelt, z.B. die Freisetzung von Treibhausgasen.

    Bundesweite Aktionswoche

    Begleitend zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung findet vom 29. September bis 6. Oktober 2021 die bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ statt. In zahlreichen Veranstaltungen und Initiativen werben Vereine, Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln.

    Schon am 25. September ist das Thünen-Institut gemeinsam mit dem Agnes-Pockels-Labor der TU Braunschweig sowie den Vereinen Transition Town Braunschweig e.V., foodsharing und ProVet e.V. bei einem öffentlichen Aktionstag in Braunschweig dabei.


    Contact for scientific information:

    Dr. Felicitas Schneider
    Thünen-Institut für Marktanalyse, Braunschweig
    Tel.: 0531 596-5335
    Mail: felicitas.schneider@thuenen.de


    Original publication:

    Schmidt T, Schneider F, Leverenz D, Hafner G (2019): Lebensmittelabfälle in Deutschland - Baseline 2015. Thünen Report 71, 103 S.
    DOI:10.3220/REP1563519883000
    https://www.thuenen.de/media/publikationen/thuenen-report/Thuenen_Report_71.pdf


    More information:

    https://www.zugutfuerdietonne.de/unsere-aktivitaeten/aktionswoche-deutschland-re... - Bundesweite Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel"
    https://www.thuenen.de/de/thema/weltshyernaehrung-und-globale-ressourcen/weniger... - Dossier "Lebensmittelverluste und Abfälle reduzieren"


    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    Environment / ecology, Nutrition / healthcare / nursing, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Press events, Transfer of Science or Research
    German


    Symbolbild: Lebensmittel können auch nach dem Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums noch gut sein


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