Projekt soll kommunale Angebote für junge Geduldete untersuchen und Rahmenbedingungen skizzieren, unter denen sie eine Bleibeperspektive entwickeln können
Die Hochschulen Düsseldorf und Fulda sowie die Katholische Universität Eichstätt haben am 2. November 2021 in Essen ein gemeinsames Forschungsprojekt vorgestellt, in dem die Möglichkeiten junger Geduldeter auf gesellschaftliche Teilhabe untersucht werden. Das Projekt hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird durch die Stiftung Mercator mit 455.000 Euro gefördert.
Ein Team von Forscher*innen wird in sechs Kommunen in Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen kommunale Möglichkeiten der Gestaltung von Teilhabe ausloten. „Obwohl es zahlreiche rechtliche Vorgaben gibt, geschieht Teilhabe immer auch ‚vor Ort‘. Städte und Kommunen sind die Orte, an denen Menschen Anlaufstellen, Ansprechpartner*innen und Unterstützung finden, an denen sie Bildungseinrichtungen, Arbeitsstellen und Ämter aufsuchen. Und sie sind auch die Orte der politischen Aushandlung lokaler Teilhabemöglichkeiten“, so die beteiligten Forscher*innen, darunter auch Prof. Dr. Susanne Spindler, Dozentin für Soziale Arbeit und Migration an der HSD.
In diesem Rahmen sind Interviews vorgesehen mit Akteur*innen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, der Verwaltungen sowie aus der Sozialen Arbeit und der Zivilgesellschaft, in denen unter anderem besonders erfolgreiche Ansätze dokumentiert werden sollen. Das Verbundprojekt legt Wert darauf, auch die Erfahrungen, Anregungen und Erwartungen der Betroffenen beispielsweise im Hinblick auf Bildung und Arbeitsmarkt kennenzulernen. Die Forscher*innen werden nach ihren Hoffnungen auf ein Leben in Deutschland fragen und Konzepte eruieren, die Anhaltspunkte dafür liefern, wie langfristige Bleibeperspektiven entwickelt werden können. Dazu werden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen dokumentiert und bewertet, unter denen gesellschaftliche Teilhabe für junge Geflüchtete derzeit möglich ist.
Aus den Expert*inneninterviews, Best-Practice-Beispielen und den Gesprächen mit jungen Geduldeten sollen schließlich Ansätze für eine Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe und dauerhafte Bleibeperspektiven entwickelt werden, die sich an Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft richten.
Mit Prof. Ilker Ataç (HS Fulda), Prof. Susanne Spindler (HS Düsseldorf) und Prof. Karin Scherschel (KU Eichstätt Ingolstadt, ZFM) arbeitet im Verbundprojekt ein Team aus engagierten Mitarbeiter*innen (Felix Busch-Geertsema, Sara Madjlessi-Roudi, Marina Mayer) zu Fragen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, der Sozialen Arbeit, der Migrations- und Fluchtforschung sowie der Wohlfahrtsstaatsforschung zusammen.
Prof. Dr. Ilker Ataç, Hochschule Fulda
ilker.atac@sw.hs-fulda.de
+49 661 9640-2213
Prof. Dr. Karin Scherschel, KU Eichstätt
Karin.Scherschel@ku.de
+ 49 8421-90 90 617
Prof. Dr. Susanne Spindler, Hochschule Düsseldorf
Susanne.spindler@hs-duesseldorf.de
+ 49 211 4351-3620
Criteria of this press release:
Journalists
Social studies, Teaching / education
transregional, national
Cooperation agreements, Research projects
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).