Eine außergewöhnliche Ausstellung zeigt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ab Freitag, 6. Februar, im Löwengebäude. Zu sehen sind Porträts bedeutender Wissenschaftlerinnen, die so noch nie zu sehen waren. Erstellt wurden sie von der Fotografin Gesine Born mithilfe künstlicher Intelligenz mit dem Ziel, diesen Forscherinnen die Präsenz zu verleihen, die ihnen zu Lebzeiten oft verwehrt geblieben ist. Die Eröffnung der Ausstellung unter anderem mit Porträts von Ada Lovelace und Dorothea Erxleben findet am Donnerstag, 5. Februar, 17 Uhr statt.
Die Ausstellung zeigt anhand von neun Beispielen den großen Beitrag, den Frauen zu Naturwissenschaften geleistet haben. „Obwohl Frauen lange Zeit der Zugang zur formalen Bildung verwehrt war, leisteten sie wichtige Beiträge für die Naturwissenschaften. Leider wurden ihre Arbeiten oft nicht zu ihren Lebzeiten anerkannt, oder sie wurden männlichen Kollegen zugeschrieben“, sagt Prof. Dr. Dariush Hinderberger vom Institut für Chemie der MLU. Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkollegs „Beyond Amphiphilicity“ organisierte er gemeinsam mit Dr. Imme Sakwa-Waltz und Lisa Krahnefeld die Ausstellung.
Von diesen Frauen aus der Wissenschaft gibt es oft keine Gelehrtenporträtaufnahmen, wie sie von vielen männlichen Forschern überliefert sind. An dieser Leerstelle setzt die neue Ausstellung an. Gezeigt werden großformatige Bilder von Frauen, die in ihren wissenschaftlichen Disziplinen große Leistungen vollbracht haben. Erstellt wurden die Bilder von der Berliner Wissenschaftsfotografin Gesine Born, die mithilfe eines KI-basierten Porträtgenerators Bilder der Frauen erstellt hat, die sie in ähnlichen Situationen und Posen zeigen wie ihre männlichen Zeitgenossen. Zu sehen sind zum Beispiel Dorothea Erxleben, die 1754 als erste Frau in Deutschland an der Universität Halle in Medizin promoviert wurde, und Ada Lovelace, die bereits im 19. Jahrhundert den ersten Computeralgorithmus entwarf. Gezeigt wird auch eine Wissenschaftlerin, die die Grundlage für die Forschung des Graduiertenkollegs „Beyond Amphiphilicity“ legte: Agnes Pockels hatte Ende des 19. Jahrhunderts die Inspiration, die Rolle von sogenannten amphiphilen Substanzen richtig zu interpretieren. Diese Substanzen sind sowohl fett- als auch wasserlöslich.
Auf den Bannern finden sich zudem QR-Codes, die zu ausführlichen Biografien der porträtierten Frauen führen. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Booklet mit weiteren Informationen zur Schau und zum Graduiertenkolleg.
Weitere Informationen unter: https://beam.uni-halle.de/women-in-natural-sciences/
Eine Folgeausstellung ist im März im halleschen Ratshof zu sehen und kann während der regulären Öffnungszeiten des Gebäudes besucht werden. Die Ausstellung wird am 4. März um 16 Uhr eröffnet.
Ausstellung „Pioneering Women“
6. Februar bis 15. März 2026
Löwengebäude
Universitätsplatz 11, 06108 Halle (Saale)
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr
Eröffnung am Donnerstag, 5. Februar 2026, 17 Uhr
Eintritt frei
Die KI-Porträts zeigen (jeweils von links): Ada Lovelace, Agnes Pockels und Caroline Lucretia Hersch ...
Source: Gesine Born mit AI
Criteria of this press release:
Journalists, all interested persons
interdisciplinary
regional
Miscellaneous scientific news/publications
German

Die KI-Porträts zeigen (jeweils von links): Ada Lovelace, Agnes Pockels und Caroline Lucretia Hersch ...
Source: Gesine Born mit AI
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