Unter der wissenschaftlichen Leitung der Universität Paderborn entsteht in Hessen ein neues Kompetenzzentrum zur sprachlichen Bildung und Förderung in der frühen Kindheit.
Die Universität Paderborn und die „Qualität in Kitas Onlineakademie GmbH“ starten mit dem Aufbau des hessischen Kompetenzzentrums „Kinder.Sprachen.Zukunft“ zur sprachlichen Bildung und Förderung in der frühen Kindheit. Die hessische Sozialministerin Heike Hofmann hat nun die Bescheide für die erste Phase überreicht. Insgesamt wird das Projekt mit bis zu 4,2 Millionen Euro bis Ende 2028 vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales gefördert. Nach der Aufbau- und Konzeptionierungsphase ist für Juni eine landesweite Auftaktveranstaltung geplant. Das Kompetenzzentrum mit Sitz in Wiesbaden bündelt künftig wissenschaftlich fundiertes Wissen und stellt es Fachkräften in Kindertageseinrichtungen, der Kindertagespflege, Träger*innen, Fachberatungen und Familien zur Verfügung. Ziel ist der Aufbau eines tragfähigen, praxisorientierten und wissenschaftlichen Gesamtkonzepts für Hessen, das auf dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren (BEP) basiert. Dazu beziehen die Beteiligten aktuelle Erkenntnisse zu früher Sprachentwicklung, Mehrsprachigkeit, Medienbildung und Inklusion ein.
Wissenschaftliche Leitung an der Universität Paderborn
Das Konsortium, bestehend aus der Arbeitsgruppe „Inklusive Pädagogik“ und dem „Zentrum für Informations- und Medientechnologie“ (ZIM) an der Universität Paderborn, verantwortet unter der Leitung von Prof. Dr. Timm Albers, Professor für inklusive Pädagogik, die wissenschaftliche Konzeption, Begleitung und Evaluation des Kompetenzzentrums. Dazu gehören die Aufarbeitung des nationalen und internationalen Forschungsstands, die Entwicklung evidenzbasierter Handlungsempfehlungen sowie die wissenschaftliche Qualitätssicherung aller Konzepte, Materialien und Qualifizierungsangebote.
„Sprachliche Bildung ist eine Schlüsselressource für Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe, gerade in Zeiten wachsender Heterogenität und zunehmender Mehrsprachigkeit", betont Prof. Albers. „Mit ‚Kinder.Sprachen.Zukunft' schaffen wir in Hessen eine Struktur, die Forschung, Praxis und Bildungspolitik enger verzahnt und es ermöglicht, alle Kinder frühzeitig und nachhaltig in ihrer Sprachentwicklung zu unterstützen."
Kooperation bringt Wissenschaft in die Praxis
Das Kompetenzzentrum setzt auf einen kombinierten Ansatz aus Beratung, Fortbildung, digitalen Angeboten und Vernetzungsformaten. Über eine zentrale digitale Plattform werden u. a. Materialien, ein KI-gestützter Beratungs-Chatbot und mehrsprachige Informationsangebote für Familien bereitgestellt. Ergänzt wird das Portfolio durch Sprachcoaches, die als Ansprechpersonen vor Ort arbeiten. Auf operativer Ebene arbeitet die Universität Paderborn deshalb eng mit der „Qualität in Kitas Onlineakademie GmbH“ zusammen. Sie verantwortet den praktischen Aufbau und Betrieb des Zentrums, die Koordination der Sprachcoaches sowie die mediale und technische Umsetzung.
Inklusion und Chancengerechtigkeit
„Kinder.Sprachen.Zukunft" versteht sprachliche Bildung als übergreifende Aufgabe im Kontext von Inklusion und Chancengerechtigkeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt Kindern aus sozial benachteiligten Familien, deren sprachliche Anregungs- und Lernumwelten häufig von ungleichen Startbedingungen geprägt sind. Dazu werden gezielt Angebote gestaltet, um Fachkräfte und Familien zu unterstützen. „Das Kompetenzzentrum soll allen Kindern, unabhängig von Herkunft, Sprache oder individuellen Voraussetzungen, bessere Chancen auf eine erfolgreiche Bildungsbiografie eröffnen“, sagt Prof. Albers.
Prof. Dr. Timm Albers, Institut für Erziehungswissenschaften, Fon: +49 5251 60-5574, E-Mail: timm.albers@uni-paderborn.de
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Language / literature, Teaching / education
transregional, national
Cooperation agreements, Transfer of Science or Research
German

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