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03/12/2026 13:53

idw-Preis zeichnet Texte über schrumpfende Dorsche, KI-Wahlhilfen und Willkommensklassen aus

Patrick Bierther Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Informationsdienst Wissenschaft e.V.

    Die besten Wissenschafts-Pressemitteilungen des Jahres 2025 kamen von den Pressestellen von GEOMAR, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der Technischen Universität Dortmund und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dafür wurden sie heute mit dem idw-Preis für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet. Insgesamt 98 Mitgliedspressestellen des Informationsdiensts Wissenschaft (idw) e. V. hatten sich am Wettbewerb beteiligt. Die Auszeichnung würdigt Pressemitteilungen, die durch handwerkliche Qualität, hohen Nachrichtenwert und hilfreiche Vertiefungselemente wie Bilder oder weiterführende Links überzeugen.

    Platz 1 vergab die Jury an die der Abteilung Kommunikation und Medien von GEOMAR, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, für die Pressemitteilung (PM) „,Schrumpfende‘ Dorsche: Wie der Mensch das Erbgut der Fische verändert“: https://nachrichten.idw-online.de/2025/06/25/schrumpfende-dorsche-wie-der-mensch...

    Überfischung reduziert die Bestände, das ist bekannt – diese PM stellt die neue Erkenntnis vor, dass dadurch sogar das Erbgut der Fische verändert wird. Jurymitglied Mike Zeitz (Spektrum der Wissenschaft) lobt: „Die Mitteilung gibt sich nicht damit zufrieden, eine dramatische Erkenntnis zu verkünden. Sie verleiht ihr Nachdruck mit vorbildlich klarem Aufbau und geduldigen Erklärungen. Mit den zentralen Informationen im Vorspann wirft der Text ein Netz aus und zieht das verfangene Interesse in die Tiefe. Handwerklich geschickt eingeflochten sind methodische Details, erläuternde Zitate und einordnende Fakten; im Zusatzmaterial kontrastiert ein winziger Dorsch in den Händen der Studienautorin mit den mächtigen Exemplaren vergangener Fischereizeiten. So verdeutlicht der Text vermittels des buchstäblich Kleinen die Tragweite menschlicher Eingriffe in komplexe natürliche Prozesse, ohne selbst vor Komplexität und dem großen Ganzen zurückzuschrecken.“

    Die Pressestelle erhält 3.000 Euro Preisgeld und eine Tafel, die den Erfolg dokumentiert.

    Auf Platz 2 folgt das Referat Hochschulkommunikation der TU Dortmund mit der PM „Vor der Bundestagswahl 2025: Team der TU Dortmund ermittelt Fehleranfälligkeit von KI-Wahlhilfen“: https://nachrichten.idw-online.de/2025/02/18/vor-der-bundestagswahl-2025-team-de...

    Wenige Tage vor der Bundestagswahl zeigte diese PM: Wer KI-Wahlhilfen nach Standpunkten politischer Parteien fragt, erhält oft falsche Antworten. Jurymitglied Korinna Hennig (NDR Info): „Innerhalb der ersten Sätze Aufmerksamkeit wecken und den Fokus auf die Relevanz der Forschungsarbeit lenken: Das gelingt hier außerordentlich gut. Vorbildlich gelöst ist der Textaufbau. Hintergrundinformationen zur Funktionsweise der Tools kommen rechtzeitig, die Kernerkenntnis ist prägnant formuliert und anschauliche Details gut dosiert. Besonders gefallen hat mir handwerklich die Sprache: verständlich, ohne dabei an Niveau einzubüßen. Hervorzuheben ist außerdem der Anhang mit vertiefenden Beispielen – besonders wertvoll für die journalistische Verwertung der Pressemitteilung. Und: Die gesellschaftliche Bedeutung der Forschungsarbeit wird auf bemerkenswerte Weise greifbar, indem auf die vorgezogene Veröffentlichung der Grunderkenntnis im Angesicht der Bundestagswahl hingewiesen wird.“

    Das Preisgeld für den zweiten Platz beträgt 2.000 Euro.

    Platz 3 belegt die Stabsstelle Zentrale Kommunikation der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit der PM „Unklarer Nutzen: Willkommensklassen verbessern Deutschkenntnisse von Geflüchteten zu wenig“: https://nachrichten.idw-online.de/2025/08/12/unklarer-nutzen-willkommensklassen-...

    Jurymitglied Markus Weißkopf (Table.Briefings) lobt die PM als „handwerklich sauber: Der erste Satz liefert direkt die zentrale Botschaft des Forschungsergebnisses. Die Zusammenfassung enthält die wesentlichen Basisinfos. Die Originalpublikation ist verlinkt. Methodik und Datengrundlage sowie – zumindest in Teilen – deren Beschränkungen sind transparent; Transparenz ist auch in Sachen Finanzierung gegeben. Empfehlungen für Politik und Gesellschaft, die sich aus der Studie ergeben, werden klar kommuniziert, Ergebnisse gut in den Forschungs- und in den gesellschaftlichen Kontext eingeordnet.“

    Das Preisgeld für den dritten Platz beträgt 1.000 Euro.

    Die Preisverleihung fand heute online statt im Rahmenprogramm der Mitgliederversammlung des idw e. V. Sie wurde moderiert von Laudator Josef Zens, Vorstandsmitglied des idw e. V.

    Der idw-Preis:

    Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) verbreitet jährlich rund 20.000 Pressemitteilungen aus mehr als 1.000 wissenschaftlichen Einrichtungen. Für deren Inhalte gelten verbindliche Qualitätsstandards, zum Beispiel sind werbliche Aussagen unzulässig. Um hochwertige Wissenschaftskommunikation zu fördern, schreibt der idw jährlich den idw-Preis für Wissenschaftskommunikation aus. Ausgezeichnet werden Pressemitteilungen im idw, die sich durch handwerkliche Professionalität (50 %), hohen Nachrichtenwert (40 %) und vertiefende Materialien (10 %) auszeichnen. Die Preisgelder sind zweckgebunden: Die ausgezeichneten Pressestellen verwenden sie für Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung ihrer Kommunikationsarbeit.

    Die Jury 2026:

    - Mike Zeitz, Redaktionsleiter des Bereichs Physical Sciences bei Spektrum der Wissenschaft
    - Markus Weißkopf, Redakteur bei Research.Table von Table.Briefings
    - Korinna Hennig, Teamleiterin Wissen bei NDR Info
    - Helena Dietz, Pressesprecherin der Universität Konstanz und idw-Vorstandsmitglied
    - Patrick Bierther, Journalist und im idw-Team für den Preis zuständig

    Über den Informationsdienst Wissenschaft:

    Der Informationsdienst Wissenschaft e.V. (idw) ist das größte Nachrichtenportal für Wissenschaft und Forschung im deutschsprachigen Raum. Er bringt Wissenschaft und Öffentlichkeit zusammen, indem er seinen Mitgliedseinrichtungen aus der Wissenschaft ermöglicht, Nachrichten und Termine zu veröffentlichen sowie im Rahmen der idw-Expert:innenvermittlung Wissenschaftler:innen an Medien zu vermitteln. Er betreibt darüber hinaus eine Wissenschaftsbilder-Datenbank und einen Kanal für Wissenschaftsnachrichtenvideos. Der idw hat rund 46.000 Abonnent:innen, darunter mehr als 10.000 Journalist:innen.


    More information:

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    https://idw-online.de/de/quality (idw-Qualitätssicherung)
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    Den ersten Platz belohnen eine Plakette, die den Erfolg dauerhaft sichtbar macht, und ein Preisgeld in Höhe von 3.000 €.
    Den ersten Platz belohnen eine Plakette, die den Erfolg dauerhaft sichtbar macht, und ein Preisgeld ...

    Copyright: idw


    Criteria of this press release:
    Journalists
    interdisciplinary
    transregional, national
    Contests / awards
    German


     

    Den ersten Platz belohnen eine Plakette, die den Erfolg dauerhaft sichtbar macht, und ein Preisgeld in Höhe von 3.000 €.


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