Der im Jahr 2025 installierte Hochleistungsrechner „Otus“ an der Universität Paderborn erhält eine deutliche Leistungssteigerung: Zusätzliche Rechenknoten und Speicherkapazitäten ermöglichen es dem HPC-System (High Performance Computing) zukünftig, noch rechenintensivere wissenschaftliche und technische Probleme zu lösen. Für den Ausbau stehen über 12 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln zur Verfügung. Der Kaufvertrag mit der pro-com DATENSYSTEME GmbH für die Erweiterung des Lenovo-
Systems wurde jetzt abgeschlossen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant.
Die erweiterte Leistung kommt vorrangig den Forschungsbereichen zugute, die große Rechenleistung benötigen – insbesondere in der Physik und Chemie, z. B. in der Materialforschung oder bei Molekularsimulationen, sowie im Bereich der künstlichen Intelligenz und dem maschinellen Lernen. „Durch diese Investition sichert Nordrhein-Westfalen seine Exzellenz im Hochleistungsrechnen und stellt Paderborn weiterhin als einen der führenden HPC-Standorte in Deutschland dar“, freut sich Prof. Dr. Christian Plessl, Leiter des Paderborn Center for Parallel Computing (PC2), bei dem die Rechenzentren angesiedelt sind. Die Gesamtinvestition kommt anteilig dem landesweiten hpcFachCluster.nrw und dem bundesweiten Verbund für Nationales Hochleistungsrechnen (NHR) zugute.
Technische Highlights
Das bestehende System wird durch weitere leistungsfähige CPU-Rechenknoten auf Basis von AMD-Prozessoren mit zusätzlichen erhöhten Hauptspeicherkapazitäten verstärkt. Darüber hinaus liegt ein besonderer Fokus auf dem GPU-Ausbau: Neben einigen zusätzlichen GPU-Rechenknoten mit AMD-Prozessoren und NVIDIA Hopper-GPUs wird eine weitere Partition mit innovativen GPU-Rechenknoten basierend auf der neuen Technologie von NVIDIA – bestehend aus ARM-Prozessoren und B200-GPUs – installiert. Zudem wird das Massenspeichersystem von IBM sowohl technisch als auch kapazitiv erweitert.
NHR-Konferenz in Paderborn
Vom 14. bis 17. September kommen Forschende, Ingenieur*innen und Entscheidungsträger*innen aus dem gesamten Bundesgebiet in Paderborn zusammen, um den Status quo des Hochleistungsrechnens in Deutschland zu diskutieren. Bundesweit gibt es neun NHR-Zentren, zu denen auch die Universität Paderborn zählt. Bei der Konferenz geht es u. a. darum, wie künstliche Intelligenz (KI), atomare Simulationen und neue Hardware-Technologien die digitale Zukunft prägen. Anmeldungen sind bis zum 6. September möglich, einige Workshops sind für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter: www.nhr-verein.de/events-trainings/nhr-conference/
Prof. Dr. Christian Plessl, Paderborn Center for Parallel Computing (PC2), Fon: +49 5251 60-5399, E-Mail: christian.plessl@uni-paderborn.de
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Teachers and pupils
Information technology
transregional, national
Organisational matters
German

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