idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
11/19/2004 12:46

Neue Therapieansätze bei Viruserkrankungen

Ute Missel Presse und Kommunikation
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    Trotz immer schärferer Konkurrenz und bundesweit reduzierter Forschungsmittel ist es zwei Forschungseinrichtungen der Universität Erlangen-Nürnberg gelungen, Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in beträchtlicher Höhe einzuwerben. Zur Entwicklung neuartiger antiviraler Therapieformen werden im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzwerks-2 für beide Vorhaben insgesamt 870.000 Euro bereitgestellt. Die zwei geförderten Projekte werden von Prof. Dr. Alexander Steinkasserer, Leiter der Abteilung für Experimentelle Dermatologie an der Dermatologischen Klinik, sowie von Prof. Dr. Ulrich Schubert am Institut für Klinische und Molekulare Virologie vertreten.

    Gemeinsames Ziel beider Forschungsvorhaben ist die Identifizierung von zellulären Faktoren, die bei der Vermehrung von humanpathogenen Viren - wie Hepatitis-, Herpes- oder Humane Immundefizienz-Viren (HIV) - eine wichtige Rolle spielen. Solche Faktoren gezielt auszuschalten, ist ein aussichtsreicher Ansatz für neuartige antivirale Behandlungsmethoden. Die zellulären Zielstrukturen sollen mittels Methoden der funktionellen Genomik identifiziert werden.

    Das Konzept der geförderten Forschungsarbeiten beinhaltet auch die Herstellung von sogenannten "Breitbandvirostatika", welche für die Therapie von verschiedenen humanpathogenen Virusinfektionen geeignet sind. Neben dem breiten Wirkspektrum haben diese Medikamente den Vorteil, dass sie, da gegen zelluläre Zielstrukturen gerichtet, auch gegen Viren mit hohen Mutationsraten wirksam sind und damit der Entwicklung von gefährlichen Medikamentenresistenzen vorbeugen. Solche Medikamente könnten sowohl bei chronischen als auch bei akuten Virusinfektionen, für die weder eine effektive Chemotherapie noch eine wirksame Immunprophylaxe verfügbar ist, therapeutisch relevant werden.

    Weitere Informationen:

    Prof. Dr. Ulrich Schubert
    Institut für Klinische
    und Molekulare Virologie
    Tel.: 09131-8526478
    ulrich.schubert@viro.med.uni-erlangen.de


    Images

    Criteria of this press release:
    Biology, Information technology, Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
    transregional, national
    Research projects
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).