idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Bei der internationalen Harmonisierung der Baumwollprüfungen ist Afrika der Schwerpunkt der Bremer Wissenschaftler
Wer keine Qualität garantieren kann, hat keine Marktchancen. Das gilt auch für Baumwolle. 26 Millionen Tonnen werden jährlich weltweit produziert - naturgemäß von ganz unterschiedlicher Qualität. Gibt es beispielsweise in den USA Qualitätskontrollen und -garantien, so fehlen in vielen Ländern zuverlässige, instrumentell ermittelte Qualitätsstandards. Doch liegen nur unzuverlässige Prüfergebnisse vor, ist der Zugang für Baumwolle produzierende Länder zum globalen Baumwollmarkt extrem erschwert oder gelingt nur zu Schleuderpreisen. Die Baumwolle verarbeitende Industrie wiederum verlangt nach hochwertigen Baumwollfasern, auf deren Qualität sie sich verlassen können. Afrikanische Baumwollproduzenten leiden unter unzureichend nachweisbaren Qualitätsstandards. Genau bei diesem Defizit setzt ein internationales Projekt zur weltweiten Harmonisierung der Baumwollprüfung an. Die Leitung liegt beim international renommierten Faserinstitut Bremen (FIBRE), einem engen Kooperationspartner der Universität Bremen. Das Ziel ist es, instrumentelle Baumwollprüfungen zu entwickeln und einzuführen, die den regionalen Besonderheiten Rechnung tragen und die international geltende Qualitätskriterien erfüllen. Der regionale Projektschwerpunkt ist Afrika. Das Projekt mit einer Laufzeit bis zum Jahre 2011 wird mit acht Millionen US-Dollar von der Europäischen Union und dem Common Fund for Commodities gefördert. Die Projektpartner des Bremer Faserinstituts kommen - neben der Bremer Baumwollbörse - aus Frankreich, Mail, Burkina Faso und Tansania. "Zur Zeit bauen wir zwei Regionale Technische Zentren in Afrika auf", beschreibt Projektleiter Axel Drieling den Stand der Dinge. "Hier sollen Experten instrumentelle Qualitätsprüfungen von Baumwolle aus der Region vermitteln. Dafür werden die einheimischen Fachleute gut ausgebildet, so dass sie über die neuesten Kenntnisse verfügen. Auf Dauer sollen sich so überall dieselben Standards für Baumwollprüfungen durchsetzen - hier vor allem zum Vorteil für die Wettbewerbsposition der afrikanischen Baumwollproduzenten."
Weitere Informationen:
Faserinstitut Bremen e.V. (FIBRE)
Universität Bremen
Axel Drieling
Tel. 0421 218 9340
E-Mail: drieling@faserinstitut.de
Instrumentelle Baumwollprüfung im Labor des Bremer Faserinstituts
Source: Faserinstitut Bremen
Criteria of this press release:
Materials sciences, Mechanical engineering
transregional, national
Transfer of Science or Research
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).