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14.03.2008 13:21

Bremer Faserinstitut sorgt weltweit für anerkannte Qualitätsprüfung von Baumwolle

Eberhard Scholz Pressestelle
Universität Bremen

    Bei der internationalen Harmonisierung der Baumwollprüfungen ist Afrika der Schwerpunkt der Bremer Wissenschaftler

    Wer keine Qualität garantieren kann, hat keine Marktchancen. Das gilt auch für Baumwolle. 26 Millionen Tonnen werden jährlich weltweit produziert - naturgemäß von ganz unterschiedlicher Qualität. Gibt es beispielsweise in den USA Qualitätskontrollen und -garantien, so fehlen in vielen Ländern zuverlässige, instrumentell ermittelte Qualitätsstandards. Doch liegen nur unzuverlässige Prüfergebnisse vor, ist der Zugang für Baumwolle produzierende Länder zum globalen Baumwollmarkt extrem erschwert oder gelingt nur zu Schleuderpreisen. Die Baumwolle verarbeitende Industrie wiederum verlangt nach hochwertigen Baumwollfasern, auf deren Qualität sie sich verlassen können. Afrikanische Baumwollproduzenten leiden unter unzureichend nachweisbaren Qualitätsstandards. Genau bei diesem Defizit setzt ein internationales Projekt zur weltweiten Harmonisierung der Baumwollprüfung an. Die Leitung liegt beim international renommierten Faserinstitut Bremen (FIBRE), einem engen Kooperationspartner der Universität Bremen. Das Ziel ist es, instrumentelle Baumwollprüfungen zu entwickeln und einzuführen, die den regionalen Besonderheiten Rechnung tragen und die international geltende Qualitätskriterien erfüllen. Der regionale Projektschwerpunkt ist Afrika. Das Projekt mit einer Laufzeit bis zum Jahre 2011 wird mit acht Millionen US-Dollar von der Europäischen Union und dem Common Fund for Commodities gefördert. Die Projektpartner des Bremer Faserinstituts kommen - neben der Bremer Baumwollbörse - aus Frankreich, Mail, Burkina Faso und Tansania. "Zur Zeit bauen wir zwei Regionale Technische Zentren in Afrika auf", beschreibt Projektleiter Axel Drieling den Stand der Dinge. "Hier sollen Experten instrumentelle Qualitätsprüfungen von Baumwolle aus der Region vermitteln. Dafür werden die einheimischen Fachleute gut ausgebildet, so dass sie über die neuesten Kenntnisse verfügen. Auf Dauer sollen sich so überall dieselben Standards für Baumwollprüfungen durchsetzen - hier vor allem zum Vorteil für die Wettbewerbsposition der afrikanischen Baumwollproduzenten."

    Weitere Informationen:

    Faserinstitut Bremen e.V. (FIBRE)
    Universität Bremen
    Axel Drieling
    Tel. 0421 218 9340
    E-Mail: drieling@faserinstitut.de


    Bilder

    Instrumentelle Baumwollprüfung im Labor des Bremer Faserinstituts
    Instrumentelle Baumwollprüfung im Labor des Bremer Faserinstituts
    Quelle: Faserinstitut Bremen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

    Instrumentelle Baumwollprüfung im Labor des Bremer Faserinstituts


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