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04/23/2008 13:02

Soziologen der Martin-Luther-Universität schneiden im nationalen Vergleich überdurchschnittlich ab

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Öffentlichkeitsarbeit
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Überdurchschnittliche Werte bei vier von sechs Kriterien - die Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat bei der ersten Pilotstudie "Forschungsrating Soziologie" des Wissenschaftsrates ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Demnach glänzen die halleschen Soziologen mit sehr guten Leistungen beim Transfer in andere gesellschaftliche Bereiche, der Wissensvermittlung und -verbreitung, der Effektivität und der Nachwuchsförderung.

    Der Wissenschaftsrat, das national unabhängige Gremium zur Bewertung wissenschaftlicher Leistungen, hat mit einem neuartigen Verfahren das umfangreichste und differenzierteste Rating durchgeführt, das bisher an deutschen Hochschulen vorgenommen wurde. Neu ist dabei, dass verschiedene, nicht zusammengefasste Dimensionen erfasst werden und in einem aufwändigen Begutachtungsverfahren von 19 Professoren individuell quantitativ und qualitativ evaluiert werden. Neu ist auch, dass sogenannte An-Institute, also den Universitäten zugeordnete Forschungsinstitute, und Lehrstühle der Mutterdisziplin in anderen Fakultäten berücksichtigt werden. Pilotstudien nach dem neuen Verfahren liegen bisher nur für die Fächer Soziologie und Chemie vor. Bei der Soziologie wurden 54 Universitäten und drei außeruniversitäre Institute in den Vergleich einbezogen.

    Die Soziologie der Martin-Luther-Universität, zu der neben dem Institut für Soziologie auch die An-Institute Zentrum für Sozialforschung Halle (zsh), das Hochschulforschungsinstitut (HoF) und die soziologischen Abteilungen in der Medizin, den Pflegewissenschaften und den Erziehungswissenschaften gehören, ist in vier von sechs Bereichen überdurchschnittlich. Sie befindet sich in der obersten Spitzengruppe bei den praxisorientierten Bereichen "Transfer in andere gesellschaftliche Bereiche" und "Wissensvermittlung und -verbreitung". Aufträge von Ministerien, Unternehmen und Verbänden landen deshalb häufig in Halle und Wittenberg. Deutlich überdurchschnittlich mit "sehr gut" wird auch die "Wirkung auf die Wissenschaft und die Effektivität" bewertet, ein Kriterium das die Anzahl der Publikationen und die Volumen der eingeworbenen Drittmittel berücksichtigt. Auch im Bereich "Nachwuchsförderung" schätzen die Gutachter des Wissenschaftsrates die Soziologie der MLU als überdurchschnittlich ein.

    Insgesamt stellten die Gutachter des Wissenschaftsrates fest, dass es keine Universität gibt, die bei allen Prüfkriterien Spitzenwerte erzielte. Bei der "Forschungsqualität", bei der insbesondere die Anzahl der in begutachteten Fachzeitschriften veröffentlichten Artikel bewertet wurden, schneidet das erst 1992 wieder gegründete Institut für Soziologie leicht unterdurchschnittlich ab, bei der "Effizienz" durchschnittlich.

    "Wir freuen uns, dass der streng und unabhängig bewertende Wissenschaftsrat so gut unsere Stärken in der anwendungsorientierten Lehre und Forschung erkannt und gewürdigt hat", meint Prof. Dr. Reinhold Sackmann, geschäftsführender Direktor des Institutes für Soziologie der MLU. Die profilbildende Praxisorientierung werde in Halle weiter gepflegt, die internationale Sichtbarkeit in den Journalen solle noch ausgebaut werden.

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Reinhold Sackmann
    Telefon: 0345 55 24252
    E-Mail: reinhold.sackmann@soziologie.uni-halle.de
    Internet: http://www.soziologie.uni-halle.de/index.html


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    Criteria of this press release:
    Social studies
    transregional, national
    Science policy, Transfer of Science or Research
    German


     

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