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07/04/2008 09:04

Im Zeichen von Stern und Kreuz - Internationale religionsphilosophische Tagung

Stephan M. Hübner Marketing und Kommunikation
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

    FRANKFURT. Einer der großen Begegnungen zwischen Christentum und Judentum zu Beginn des 20. Jahrhunderts widmet sich eine internationale Tagung, die vom 6. bis 9. Juli auf dem Campus Westend der Goethe-Universität stattfindet. Dabei geht es um das Verhältnis zwischen den Werken von Franz Rosenzweig und Eugen Rosenstock-Huessy. Veranstaltet wird die religionsphilosophische Tagung von der Martin Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität, gegenwärtig vertreten durch Dr. Hartwig Wiedebach.

    Der Jurist, Historiker und Soziologe Eugen Rosenstock-Huessy (1888 bis 1973) skizzierte unter dem Titel ?Das Kreuz der Wirklichkeit? (1925) einen Entwurf zur Deutung der Welt und des Menschen als Teil derselben, auf den er auch später immer wieder einging. Sein Freund, der jüdische Historiker und Philosoph Franz Rosenzweig (1886 bis 1929), veröffentlichte 1921 einen umfassenden systematischen Gesamtentwurf zur Deutung des Verhältnisses zwischen Gott, Welt und Mensch unter dem Titel ?Der Stern der Erlösung?. Bei beiden Autoren ist das gewählte Symbol mehr als historisch zufällig. Die grafischen Gebilde Kreuz und Stern sind jeweils Darstellungsformen einer metaphysischen Struktur. Allerdings sehen beide Autoren ihr je eigenes Symbol als fundamental an. So kommt es trotz gedanklicher Verwandtschaft zu grundlegenden Differenzen. Das neben den systematischen Schriften der beiden Freunde bedeutendste Dokument für diese spannungsgeladene Verschiedenheit ist ihr umfangreicher Briefwechsel über Judentum und Christentum von 1916. Zusammen gehören diese Schriften zu den großen Beiträgen des sogenannten interreligiösen Dialogs zwischen Judentum und Christentum sowie der Theologie und Philosophie des 20. Jahrhunderts.
    16 Religionsphilosophen und Theologen, unter anderem aus China, den USA, den Niederlanden und der Schweiz, befragen die beiden Entwürfe auf ihre philosophische Wertigkeit hin. Welche gegenwärtige Relevanz lässt sich ausmachen? Sämtliche Veranstaltungen sind öffentlich, unter ihnen eine Diskussion am Vormittag des 8. Juli über die kulturpolitische Aktualität Rosenzweigs und Rosenstock-Huessys.

    Informationen: Jonas Bauer, Martin Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, Fachbereich Evangelische Theologie, Campus Westend. Tel: (069) 798-33314, J.Bauer@em.uni-frankfurt.de


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    Criteria of this press release:
    Language / literature, Philosophy / ethics, Religion
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
    German


     

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