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Wissenschaft
Wie und warum sind Universitäten entstanden? Wie positionieren sie sich heute? Welche Rolle wird die Universität in den kommenden Jahrzehnten spielen? Und: Wie kann sie sich den Herausforderungen der Zukunft stellen? Mit diesen Kernfragen beschäftigt sich vom 11. bis zum 13. Mai der erste wissenschaftliche Leitkongress des Jubiläumsjahres der Universität Leipzig: Das internationale Symposium "Wissen und Geist: Universitätskulturen".
Das hochrangig besetzte internationale und interdisziplinäre Symposium soll "eine Brücke von den Gründungen der ersten Universitäten über die gegenwärtige Situation bis hin zur Zukunft der Institution Universität schlagen", sagt Prof. Dr. Martin Schlegel, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Leipzig. Für ihn und die Mit-Organisatoren der dreitägigen Veranstaltung - Prof. Dr. Wolfgang Höpken, Prof. Dr. Manfred Rudersdorf und Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider - sind daher die unterschiedlichen Blickwinkel, die die insgesamt zwölf Vorträge und Podiumsdiskussionen eröffnen sollen, von besonderer Bedeutung. "Indem wir Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Universität in eine Linie stellen, wollen wir auch Impulse für eine breite Debatte über die Rolle dieser einzigartigen Institution liefern."
So steht zum Auftakt am 11. Mai der Begriff "Gründungskulturen" im Zentrum des Symposiums. Während sich der Historiker Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch von der Berliner Humboldt-Universität in seinem Eröffnungsvortrag den "Grundzügen deutscher Universitäten in der Neuzeit" widmet, beleuchten Fachkollegen aus Leipzig und Dresden anschließend die bewegte Gründungs- und Entwicklungs-Geschichte der Alma mater Lipsiensis von 1409 über die Reformation bis ins Zeitalter der Aufklärung. Prof. Dr. Christoph Markschies, Präsident der Berliner Humboldt-Universität, erläutert schließlich in seinem abendlichen Festvortrag im Alten Rathaus "Warum es sich lohnt, Universitätsgeschichte zu treiben".
Im Zeichen der "Gegenwartskulturen" steht dagegen der zweite Tag des Symposiums: Am 12. Mai wird die "Rolle von Universitäten im Zeitalter der Globalisierung" ebenso beleuchtet wie die Frage, ob das amerikanische Universitäts-System als Vorbild dienen kann oder welche Herausforderungen die Zukunft gerade an die Universität Leipzig stellt. Mit dem "ideellen und strukturellen Wandel von Wissenschaft" beschäftigt sich eine anschließende Podiumsdiskussion, an der unter anderem der Tokyoter Soziologie-Professor Yoshimi Shunya und die für die PISA-Studien zuständige Bildungsdirektorin der OECD, Prof. Barbara Ischinger teilnehmen. Ebenfalls im Podium sitzt Sachsens Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, der Mitglied im Kuratorium des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ist.
Der 13. Mai soll unter dem Schlagwort "Zukunftskulturen" vor allem eine Perspektive für die kommenden Jahrzehnte aufzeigen. So diskutieren unter anderem die Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Christine Windbichler, und die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Frage "Hat das Humboldt?sche Bildungsideal noch eine Zukunft?".
Abschluss und Höhepunkt des Symposiums ist der "Leipziger Diskurs": Rektoren und Präsidenten traditioneller europäischer Universitäten - neben Leipzig und Prag sind die Universitäten Salamanca, Sorbonne, Montpellier, Wien und Aix-Marseille. vertreten - diskutieren und erarbeiten anhand eines Thesenpapiers Vorschläge für eine Universität der Zukunft. Ihre Ergebnisse stellen sie um 12 Uhr in Leipzig vor; zu diesem Termin ist auch die Presse herzlich eingeladen. Außerdem wird es am Abend in der Landesvertretung des Freistaates Sachsen in Berlin ein moderiertes Gespräch mit Vertretern europäischer Universitäten über den Leipziger Diskurs geben, zu dem Sachsens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, und Rektor Prof. Dr. Franz Häuser einladen.
Damit, betont Prof. Schlegel, werde keineswegs nur im Rahmen des Symposiums der Brückenbogen zwischen Historie und Zukunft geschlossen. "Vielmehr soll der 'Leipziger Diskurs' Impuls und Grundlage nicht nur für intensive Debatten, sondern für eine wirkliche Weiterentwicklung werden."
Einladung zum Pressegespräch
Zur Vorstellung des Symposiums und seiner Inhalte laden wir ein zu einem Pressegespräch am Montag, 11. Mai 2009, um 13.00 Uhr im Rektoratsgebäude, Ritterstraße 26, Raum 320. Als Gesprächspartner erwarten Sie Prof. Dr. Martin Schlegel, Prof. Dr. Wolfgang Höpken, Prof. Dr. Manfred Rudersdorf und Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider.
Zeit: 11.05.2009, 13:00 Uhr
Ort: Rektoratsgebäude, 3. OG, Raum 320
Ritterstraße 26
04109 Leipzig
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Weitere Informnationen:
Prof. Dr. Martin Schlegel
Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
Telefon: +49 341 97-30020
E-Mail: prorektorf@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de
Criteria of this press release:
Cultural sciences, History / archaeology, Philosophy / ethics, Teaching / education
transregional, national
Press events, Scientific conferences
German

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