idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
06/18/2009 16:52

Mechanismus der Partnerfindung bei Wespen entschlüsselt

Carsten Wette Kommunikations- und Informationsstelle
Freie Universität Berlin

    Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin ist es gelungen, einen Zusammenhang zwischen dem Duft parasitischer Wespen und deren Fruchtbarkeit zu zeigen.Sie fanden heraus, dass der männliche Sexuallockstoff der Erzwespe Nasonia vitripennis den Weibchen nicht nur die Anwesenheit eines möglichen Sexualpartners anzeigt, sondern auch deren Fruchtbarkeit erkennen lässt. Die Ergebnisse wurden in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht.

    Bei vielen Tieren paaren sich die Weibchen nur ein einziges Mal im Leben. Für diese Weibchen ist es bei der Partnerwahl besonders wichtig, dass das gewählte Männchen zeugungsfähige Spermien in ausreichender Zahl überträgt. Um dies sicherzustellen, nutzen die Weibchen von Nasonia vitripennis einen männlichen Sexuallockstoff. Die Wissenschaftler zeigten bei ihren Untersuchungen, dass Männchen, die aufgrund vorheriger Paarungsaktivität oder mangelnder sexueller Reife nur wenige Spermien übertragen können, deutlich geringere Mengen des Sexuallockstoffes besitzen als ihre Artgenossen. Weibchen verringern die Gefahr, bei der Paarung an ein solches Männchen zu geraten, indem sie sich stets der stärkeren Duftquelle zuwenden; diese ist mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Männchen mit ausreichender Spermienzahl zuzuordnen. Nach der Paarung sind jedoch selbst stärkste Dosen des Sexuallockstoffes für Weibchen völlig uninteressant und sie nutzen andere Duftstoffe, um geeignete Eiablageplätze zu finden.

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
    Priv. Doz. Dr. Joachim Ruther, Institut für Biologie der Freien Universität Berlin, Arbeitsgruppe Angewandte Zoologie/ Ökologie der Tiere, Telefon: 030 / 838-55910, E-Mail: ruther@zedat.fu-berlin.de

    Literatur:
    Ruther J., Matschke M., Garbe L.-A. & Steiner S. (2009) Quantity matters: male sex pheromone signals mate quality in the parasitic wasp Nasonia vitripennis. Proceedings of the Royal Society B 276 (doi: 10.1098/rspb.2009.0738).


    Images

    Criteria of this press release:
    Biology, Chemistry, Environment / ecology, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Research projects, Research results
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).