idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Die Nutzung des tiefen geologischen Untergrunds wird angesichts von Klimakrise und geopolitischen Herausforderungen wichtiger – etwa für Geothermie, CO₂‑Speicherung oder Rohstoffgewinnung. Gleichzeitig hat die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland rechtlich Vorrang. Welche Zielkonflikte daraus entstehen und wie sie die Endlagersuche beeinflussen, untersucht ein neues, vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördertes Projekt am KIT. Zur Übergabe der Förderurkunde durch Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUKN, am 4. Februar 2026 sind Medien eingeladen. Anmeldung an jonas.moosmueller@kit.edu.
Ziel des Projekts „Herausforderungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle durch die Nutzung des tiefen Untergrunds“ (HErAN) ist es, im Austausch zwischen Beteiligten aus der Praxis und aus der Wissenschaft ein umfassendes und praxisrelevantes Verständnis der möglichen Wechselwirkungen, erwartbaren Spannungsfelder, Risiken und Leerstellen in Bezug auf Planung, Governance und Forschung zu entwickeln. Das HErAN-Projektteam ermittelt dazu Herausforderungen und Ungewissheiten aus naturwissenschaftlich-technischer und rechtswissenschaftlich-ethischer Perspektive, identifiziert Planungsbedarfe und entwickelt Ansätze einer umfassenden Long-Term-Governance für den tiefen Untergrund. Dies ist ein wichtiger Beitrag für die langfristig sichere und resiliente Entsorgung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland.
HErAN ist auf zwei Jahre angelegt. Das Projekt leitet das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT, das sich seit Jahrzehnten mit soziotechnischen Fragen der Endlagerung befasst und die Politik berät. Projektpartner sind das Öko-Institut e. V. und die Schweizer risicare GmbH.
BMUKN-Staatssekretärin überreicht Förderurkunde für Projekt zur Endlagerforschung
am Mittwoch, 04. Februar 2026, ab 10:00 Uhr
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT, Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe
Programm
10:00 Uhr Begrüßung
Dr. Stefan Schwartze, Vizepräsident Finanzen, Personal und Infrastruktur des KIT
10:10 Uhr Grußwort und Übergabe der Förderurkunde
Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUKN
10:20 Uhr Vorstellung des Projekts HErAN und anschließender Austausch zum Projekt
Dr. Sophie Kuppler, Projektleitung, ITAS
Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.
Jonas Moosmüller, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ITAS, Tel.: +49 721 608-26796, E-Mail: jonas.moosmueller@kit.edu
Criteria of this press release:
Journalists
Energy, Environment / ecology, Geosciences
transregional, national
Press events
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).