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04/29/2026 11:42

Wissenschaftspreis des Industrie-Clubs Düsseldorf für HHU-Chemiker Jun.-Prof. Dr. Markus Suta

Dr.rer.nat. Arne Claussen Stabsstelle Presse und Kommunikation
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Jun.-Prof. Dr. Markus Suta von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) wurde gestern mit dem mit 20.000 Euro dotierten „Wissenschaftspreis des Industrie-Clubs Düsseldorf“ ausgezeichnet; der Preis wird in Zusammenarbeit mit der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste vergeben. Der Nachwuchspreis wurde ihm im Industrie-Club Düsseldorf für seine Forschungen zu photoaktiven Materialien verliehen.

    Jun.-Prof. Dr. Markus Suta leitet an der HHU die Arbeitsgruppe für Anorganische Photoaktive Materialien. Er verfolgt dort unter anderem zwei Forschungsschwerpunkte: Zum einen entwickelt er neuartige LED-und Display-Leuchtstoffe, insbesondere kompetitive Alternativen zu Leuchtstoffen, die auf schwer zugänglichen Seltenerdelemente beruhen.

    Suta: „Heutige Leuchtstoffe beinhalten häufig die Elemente Europium oder Cer. Diese werden auf unserem Planeten aber nur an wenigen Stellen wirtschaftlich abgebaut, aktuell vor allem in China. Unsere Volkswirtschaften sind erheblich von diesen Importen abhängig. Es ist wichtig, von solchen Lieferungen unabhängiger zu werden, indem wir beispielsweise Elemente nutzen, die leichter zugänglich sind.“ Mögliche Alternativen, an denen Suta forscht, sind die weitaus verfügbareren Übergangselemente Chrom und Mangan.

    Im zweiten Schwerpunkt arbeiten Suta und sein Team an lumineszenten Materialien, die für die präzise Temperaturmessung eingesetzt werden können. „Wir nutzen hier die Eigenschaft, dass die Lumineszenz von anorganischen Leuchtstoffen temperaturabhängig ist“, so Suta. Indem die Chemikerinnen und Chemiker die Leuchtstoffe anregen, können sie am gemessenen optischen Spektrum erkennen, wie warm der Leuchtstoff war. „Dies ermöglicht es auch, die Temperatur von kleineren Objekten quasi aus der Ferne zu vermessen, die sonst nur schwer zugänglich sind. Auf diese wird einfach eine Schicht Leuchtstoff aufgetragen und dann – nach geeigneter Kalibrierung – das Lichtsignal vermessen.“

    Für seine Forschungsarbeiten erhält Prof. Suta nun den Wissenschaftspreis des Industrie-Clubs Düsseldorf. Die Vergabekommission betont unter anderem den hohen wissenschaftlichen Impact der Forschungsarbeiten von Suta, der in angesehenen Fachzeitschriften publiziert und dessen Arbeiten vielfach zitiert werden. Darüber hinaus warb er bereits umfangreiche Drittmittel für seine Forschungsarbeiten ein und brachte eine Industriekooperation auf den Weg.

    Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen: „Der Wissenschaftspreis des Industrie-Clubs Düsseldorf ist ein Leuchtturm für wissenschaftliche Exzellenz in Nordrhein-Westfalen. Markus Sutas Arbeit zu photoaktiven Materialen zeigt, dass Nordrhein-Westfalen dem wissenschaftlichen Nachwuchs beste Entfaltungsmöglichkeiten für Forschung mit einem direkten Bezug zur praktischen Umsetzung und industriellen Nutzung bietet. Das stärkt den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen.“

    Dirk Grolman, Vorstandsvorsitzender des Industrie-Clubs Düsseldorf: „2026 vergibt der Industrie-Club zum 24ten Mal den Wissenschaftspreis und zum 14ten Mal in Kooperation mit der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Der Industrie-Club weiß diese Zusammenarbeit sehr zu schätzen, denn dank des großen Engagements der Akademie bezüglich Ausschreibung, Sichtung der Bewerber und Bewertung der eingereichten Arbeiten durch die Mitglieder der Akademie hat dieser Preis heute ein so hohes Renommee in der Wissenschaftswelt. Auch in diesem Jahr haben die Vertreter der Akademie unter einer Vielzahl von Bewerbern erneut eine herausragende Arbeit ausgewählt und das für die Vergabe verantwortliche Kuratorium ist einstimmig der Empfehlung gefolgt, den Preis an Prof. Dr. Markus Suta zu vergeben.“

    „Herr Suta leistet herausragende wissenschaftliche Arbeit. Er verknüpft grundlagenorientierte Forschung mit einem klaren Anwendungsbezug. Die Kooperation von Industrie-Club und Akademie zielt genau darauf ab: Wir zeichnen exzellente Grundlagenforschung mit Anwendungsbezug aus, da exzellente Grundlagenforschung Voraussetzung für spätere erfolgreiche Anwendung in Technik, Industrie und Gesellschaft ist.“, so Prof. Dr. med. Dr. h.c. Dr. h.c. Gerd Heusch, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

    Zur Person

    Markus Suta (geboren 1990 in Siegen) studierte mit einem durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes geförderten Stipendium Chemie an der Universität Siegen (Promotion 2017) und anschließend dort im Zweitstudium Physik (Master 2019). Es folgte ein Postdoktorandenaufenthalt an der Universität Utrecht in den Niederlanden. Seit dem Mai 2021 ist er W1-Professor mit Tenure Track für Anorganische Photoaktive Materialien an der HHU.

    Zu seinen Forschungsarbeiten hat er 85 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. Darüber hinaus ist er Autor allgemeinverständlicher Artikel zu aktuellen Forschungsthemen in der Zeitschrift „Nachrichten aus der Chemie“.

    Suta erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeiten. Er wurde unter anderem mit dem Preis der Dirlmeier-Stiftung für hervorragende Dissertationen ausgezeichnet, weiterhin benannten ihn das Journal of Materials Chemistry C und das Journal Nanoscale als „Emerging Investigator 2022 & 2025“. Das Journal Chemical Science stufte Suta als „Leading Investigator 2025“ ein. Im Jahr 2023 wurde er ins „Junge Kolleg“ der NRW-Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen, im März 2026 erhielt er den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker, im April 2026 nun den Wissenschaftspreis des Industrie-Clubs Düsseldorf.

    Zum Preis
    Seit 1998 vergibt der Industrie-Club, zunächst in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen und seit 2008 in Zusammenarbeit mit der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, den „Wissenschaftspreis des Industrie-Clubs Düsseldorf“.

    Der Preis, der jeweils in unterschiedlichen Fachgebieten ausgeschrieben wird, verfolgt dabei den Gedanken, innovative wissenschaftliche Forschung zu fördern, die eine Umsetzung in die industrielle Produktion beziehungsweise eine Weiterentwicklung von Produktionsvorgängen verdient. Er wendet sich an junge Forschende (bis 40 Jahre) in NRW und ist mit 20.000 EUR dotiert.

    Bildunterschrift zu Bild 2:
    Am 28. April 2026 zeichnete der Industrie-Club Düsseldorf den HHU-Chemiker Jun.-Prof. Dr. Markus Suta mit dem „Wissenschaftspreis des Industrie-Clubs Düsseldorf“ 2026 aus, den er in Zusammenarbeit mit der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste vergibt (v.l.): Dirk Grolman, Vorstandsvorsitzender des Industrie-Clubs Düsseldorf; Jun.-Prof. Dr. Markus Suta; Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen; Prof. Dr. Christel Marian, Sekretarin der Klasse für Naturwissenschaften und Medizin der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. (Foto: Wilfried Meyer)


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    Verleihung des Wissenschaftspreises des Industrie-Clubs Düsseldorf 2026. Ausführliche Bildunterschrift s. Meldungstext.
    Verleihung des Wissenschaftspreises des Industrie-Clubs Düsseldorf 2026. Ausführliche Bildunterschri ...

    Copyright: Wilfried Meyer

    Jun.-Prof. Dr. Markus Suta leitet die Arbeitsgruppe für Anorganische Photoaktive Materialien an der HHU.
    Jun.-Prof. Dr. Markus Suta leitet die Arbeitsgruppe für Anorganische Photoaktive Materialien an der ...

    Copyright: HHU / Christoph Kawan


    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars
    Chemistry
    transregional, national
    Contests / awards
    German


     

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