Der derzeit wohl jüngste wissenschaftliche Mitarbeiter einer deutschsprachigen Hochschule lehrt und forscht in Halle. Mit 18 Jahren trat Marian Kogler aus Wien in diesem Monat seine Stelle am Institut für Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) an. Die ersten Lehrstunden vor Studierenden hat der Hochbegabte, der schon mit zweieinhalb Jahren lesen konnte, bereits gehalten. „Da war eher mein österreichischer Akzent und weniger das Alter ein Thema“, sagt der junge Lehrende.
Während seine Altersgenossen noch in den Abiprüfungen schwitzen, hat Marian Kogler zum Sommersemester 2010 bereits seine Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informatik aufgenommen. Für Prof. Dr. Ludwig Staiger vom Lehrstuhl für Theoretische Informatik ist der Neuzugang ein Glücksfall: „Unter allen Bewerbern hat er sich als der Beste durchgesetzt. Ich glaube, dass er die Zeit hier sehr gut nutzen wird und freue mich auf eine gute Forschungsarbeit von Herrn Kogler“, sagt er.
Noch während der Schule begann der Österreicher sein Studium. Mit 16 wurde er Österreichs jüngster Hochschulabsolvent, mit 17 der jüngste Diplomingenieur des Landes, mit 18 Jahren in Halle der wahrscheinlich jüngste Lehrende an einer deutschsprachigen Hochschule. Sein Alter soll am Institut jedoch keine besondere Rolle spielen. „Marian Kogler hat bereits Erfahrungen in der Lehre, er kennt unsere wissenschaftlichen Themen und arbeitet sehr engagiert mit den Studenten, wir nehmen ihn deshalb wie jeden anderen wissenschaftlichen Mitarbeiter in unser Team auf“, sagt sein Betreuer Staiger.
An der MLU will der Nachwuchswissenschaftler theoretische Modelle der Informatik erforschen, die von der Biologie, beispielsweise von Zellstrukturen, inspiriert sind (Molecular Computing). „Diese Stelle ist für mich die Gelegenheit, weiter im Bereich der theoretischen Informatik zu forschen und zu promovieren. Aus diesem Grund bin ich nach Halle gezogen und arbeite mich jetzt hier am Institut erstmal in Professor Staigers Forschungsgebiet ein“, erzählt der Neu-Hallenser, der vor zwei Wochen zudem in Wien sein erstes Buch vorstellte. Unter dem Titel „Gemischte Gefühle und anderer Zeitvertreib – Erfahrungen und Einsichten eines Hochbegabten“ schildert er darin seine Schul- und Studienzeit und skizziert seine Vorstellung von einem idealen Bildungssystem.
Ansprechpartner:
Marian Kogler
Institut für Informatik / Theoretische Informatik
Telefon: 0345 55 24779
E-Mail: marian.kogler@informatik.uni-halle.de
Marian Kogler vor seiner neuen Arbeitsstelle.
Quelle: Foto: Martin-Luther-Universität, Maike Glöckner
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Informationstechnik
überregional
Personalia
Deutsch

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