Welche langfristige Wirkung haben Maßnahmen in der Suchtprävention? Wie können sie gemessen werden? Lassen sich dafür Methoden aus der evidenzbasierten Medizin auf die Suchtprävention übertragen? Wissenschaft und Praxis fordern immer häufiger belegbare Ergebnisse auf diese Fragen. Solche Fragen empirisch zu beantworten, stellt die Forschung vor eine Herausforderung. Diskussionen über die Möglichkeit und Grenzen, die Wirkung von Suchtprävention zu messen, sind noch nicht sehr weit fortgeschritten.
Daher hatte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Vorbereitung und Durchführung einer Klausurwoche ausgeschrieben, in der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis intensiv und interdisziplinär zum Thema „Evidenzbasierung in der Suchtprävention – Möglichkeiten und Grenzen“ zusammenarbeiten. Hier sollen disziplinübergreifende Empfehlungen zu forschungsmethodischen Aspekten der Evidenzbasierung in der Suchtprävention erarbeitet werden.
Das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) hat aufgrund seines eingereichten Antrags diese Förderung im Umfang von rund 50.000 Euro aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch die Bundesregierung erhalten.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Hoff und Prof. Dr. Michael Klein hat das DISuP nun damit begonnen, die Klausurwoche, die im Februar 2014 an der Abteilung Köln der Hochschule stattfinden wird, zu organisieren. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Expertinnen und Experten aus der Praxis werden sich während der fünftägigen Klausurwoche fachübergreifend und intensiv mit relevanten Fragestellungen und Problemen der Forschung im Bereich der Suchtprävention beschäftigen“, so die Projektleiter. „Die Klausurwoche wird dabei unter Anleitung einer methodisch versierten und inhaltlich ausgewiesenen Moderatorin Arbeitsphasen sowohl in Kleingruppen als auch im Plenum enthalten, bei denen großen Wert auf den Dialog der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, den transdisziplinären Austausch und die Gewinnung gemeinsam getragener Ergebnisse gelegt wird.“
Die Ergebnisse werden in Form eines Memorandums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das DISuP stellt im Weiteren die Ergebnisse der Fachöffentlichkeit auf den Tübinger Suchttherapietagen (2. - 4. April 2014) und den Hamburger Suchttherapietagen (10.-13. Juni 2014) vor. Darüber hinaus planen die Organisatoren die Publikation eines Sammelbandes.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Tanja Hoff, t.hoff@katho-nrw.de
Prof. Dr. Michael Klein, mikle@katho-nrw.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Psychologie
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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