App „Soil Science to go“ am Institut für Bodenkunde und Bodenerhaltung der JLU entwickelt – Präsentation auf dem Hessentag in Fulda vom 12. bis 21. Juni 2026
Böden sind weit mehr als nur Untergrund: Sie sind Lebensraum, Produktionsgrundlage, Filter sowie Speicher und sie dienen dem Klimaschutz. Bodenkundliches Grundlagenwissen vermittelt eine smartphone-gestützte Exkursion, die am Institut für Bodenkunde und Bodenerhaltung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) mit Mitteln des Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre entwickelt wurde. Die App „Soil Science to go“ ist kostenlos und ermöglicht Studierenden, Schülerinnen und Schülern sowie allen anderen Interessierten, an 30 Standorten in Hessen und darüber hinaus per GPS mit dem Handy Bodenprofile anzusteuern und bodenkundliche Informationen zu erhalten.
Digitale Schnitzeljagd mit bodenkundlichen Informationen
Die Bodenprofilgruben sind dauerhaft offen und frei zugänglich. Am Bodenprofil angekommen erhält man über kurze Lehrvideos von drei bis fünf Minuten Dauer allgemeinverständliche Informationen zu dem jeweiligen Standort. Darüber hinaus gibt es vertiefende Texte sowie einen Link zu den bodenkundlichen Informationen und Analysedaten in der BonaRes-Datenbank, die je nach Wissensstand und Informationsbedürfnis genutzt werden können.
Die Anwendung basiert auf der frei zugänglichen App „Actionbound“, die man ohne Anmeldung oder Registrierung nutzen kann. Die unterschiedlichen Standorte sind in interaktiven, multimedialen Erlebnistouren, sogenannten Bounds, thematisch und räumlich zusammengefasst. Dabei sind die Bounds ähnlich aufgebaut wie beim Geocaching: Die Nutzenden sollen bestimmte Standorte finden, Aufgaben erfüllen, Fragen beantworten und können dabei Punkte sammeln. Die verschiedenen Bounds sind innerhalb der App unter dem Oberbegriff „SoilScience2go“ zu finden.
Gartenbodenprofil auf dem Hessentag
Während des Hessentags in Fulda vom 12. bis 21. Juni 2026 betreut das Institut für Bodenkunde und Bodenerhaltung in Zusammenarbeit mit dem Umweltzentrum Fulda auf dem Hessentagsgelände ein offenes Bodenprofil. Es handelt sich hier um einen Gartenboden (Hortisol). Dieser passt als landwirtschaftlicher Archivboden zum Boden des Jahres 2026 passt, für den das Land Hessen die diesjährige Schirmherrschaft übernommen hat. Archivböden bewahren Zeugnisse der Natur- und Kulturgeschichte. Sie erzählen von uralten Klimaphasen über Vulkanaschelagen bis zu Spuren früherer Besiedlung, Landwirtschaft oder Handwerksplätze wie Kohlenmeiler. Das auf dem Hessentag ausgestellte Gartenbodenprofil ist Teil des Bounds über die Böden der Rhön. Die App „Soil Science to go“ kann direkt am Profil ausprobiert werden.
Das Institut für Bodenkunde und Bodenerhaltung der JLU bietet am Bodenprofil auf dem Hessentag zudem dreimal täglich bodenkundliche Führungen an. Außerdem gibt es Informationsstände und Mitmachaktionen für Kinder von Seiten des Umweltzentrums der Stadt Fulda.
Termin
Präsentation eines Gartenboden-Bodenprofils sowie bodenkundliche Führungen auf dem Hessentag in Fulda vom 12. bis 21. Juni 2026
Dipl. Ing. Volker Herche
Institut für Bodenkunde und Bodenerhaltung
Telefon: 0641 99-37115
E-Mail: volker.herche@uni-giessen.de
https://de.actionbound.com/bounds/user/Soil%20Science
Profil eines Gartenbodens (Hortisol), der als Archivboden die frühere Nutzung als Klostergarten doku ...
Quelle: Volker Herche
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
Geowissenschaften, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
überregional
Studium und Lehre
Deutsch

Profil eines Gartenbodens (Hortisol), der als Archivboden die frühere Nutzung als Klostergarten doku ...
Quelle: Volker Herche
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