idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
03/16/2026 10:41

Von Energie bis Kommunalwirtschaft: Forscher*innen gestalten zukunftsfähige Datenöko- und Arbeitssysteme

Selina Härtel Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Universität Paderborn

    Universität Paderborn beteiligt sich am neuen Forschungsprojekt „KONVOY“

    Ob Energie, Mobilität, Produktion oder kommunale Services: Immer mehr Branchen sind auf funktionierende Systeme angewiesen, um Daten sicher und standardisiert auszutauschen. Bisher fehlt es allerdings an Methoden, um komplexe Kooperationsstrukturen zu gestalten oder ihre Entwicklung vorauszuplanen. Im neuen Forschungsprojekt „Konfiguration und Co-Evolution von Datenöko- und Arbeitssystemen“ („KONVOY“) erarbeiten Wissenschaftler*innen am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie der Universität Stuttgart Modelle, Szenarien und Simulationen, die dabei helfen, Kooperationen in Datenökosystemen nachhaltig und gemeinwohlorientiert zu gestalten. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben mit rund 2,2 Millionen Euro.

    Vorausschauende und systematische Gestaltung datengetriebener Kooperationen

    „Datenökosysteme ermöglichen Unternehmen und Einrichtungen, Daten zu teilen und wertschöpfend zu nutzen. Sie stellen die Betriebssysteme der zukünftigen globalen datengetriebenen Wirtschaft dar und bieten aktuell große Chancen für Innovationen“, erklärt Bernhard Teller von der Fachgruppe „Advanced Systems Engineering“ am Heinz Nixdorf Institut. Bislang gibt es jedoch keine systematischen Methoden, um komplexe Kooperationen innerhalb datengetriebener Wertschöpfungsnetzwerke gezielt zu gestalten und zu steuern. „Dies hat zur Folge, dass Ressourcen ineffizient eingesetzt werden, Partnerschaften scheitern und Potenziale ungenutzt bleiben. Insbesondere mangelt es an Ansätzen, die technische, organisatorische und soziale Aspekte sowie deren Wechselwirkungen gleichermaßen berücksichtigen“, so Teller. Daher arbeiten die Projektpartner*innen gemeinsam an einem Methodenset, das es ermöglicht, Konstellationen und die Gestaltung von Arbeit vorausschauend zu konfigurieren und Potenziale durch die Co-Evolution der beteiligten Akteur*innen verantwortungsvoll zu erschließen.

    „Wertschöpfung in Datenökosystemen funktioniert nur, wenn alle Beteiligten technische und organisatorische Entscheidungen gemeinsam denken und ihre Wechselwirkungen berücksichtigen. Mit ,KONVOY‘ liefern wir Methoden, um Systeme gemeinschaftlich zu planen und die Auswirkungen von Entscheidungen zu simulieren – für verlässliche Kooperationen,“ sagt Dr. Jens Neuhüttler, Forschungsbereichsleiter am Fraunhofer IAO.

    Simulationen zeigen Entwicklungspfade für zukünftige Wertschöpfung

    Im Forschungsprojekt widmen sich die Wissenschaftler*innen zunächst der Entwicklung eines integrativen Rahmenkonzepts und den dafür notwendigen Werkzeugen. Dann werden szenariobasierte Zukunftsbilder für Datenöko- und Arbeitssysteme erarbeitet. Anschließend modelliert das Projektteam Wertschöpfungsnetzwerke und entwickelt Simulationen, die zeigen, wie sich unterschiedliche Konfigurationen künftig auswirken können. So entstehen Entscheidungsgrundlagen für Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik.

    Zudem analysiert das Projektteam bis Ende 2028 im Rahmen des Fachprogramms „Zukunft der Wertschöpfung“ weitere geförderte Projekte. So erlangen sie branchenübergreifend Erkenntnisse über die gezielte Gestaltung und Erfolgsfaktoren der Wertschöpfung in Datenökosystemen und bereiten die Ergebnisse für den Transfer auf.


    Contact for scientific information:

    Bernhard Teller, Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, Fon: +49 5251 60-6250, E-Mail: bernhard.teller@hni.uni-paderborn.de


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Information technology
    transregional, national
    Research projects
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).