idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
11/12/2019 14:26

Muster ohne Bedeutung

Dr. Susanne Langer Kommunikation und Presse
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    FAU-Forschungsteam: Nicht jede Art besitzt Lebenszyklus

    Jede Art besitzt einen symmetrischen Lebenszyklus – davon gingen Paläontologinnen und Paläontologen bisher aus. Ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat nun das Gegenteil bewiesen.

    „Die Paläontologie wird immer wichtiger, um die potenziellen Schäden des Klimawandels mithilfe vergangener Klimakatastrophen abzuschätzen”, erläutert Niklas Hohmann, Masterstudent der Geowissenschaften. Die Betrachtung bereits ausgestorbener Arten ist von Bedeutung, wenn Prognosen über das Artenaussterben getroffen werden sollen. Forschende nahmen zunächst an, dass der Lebenszyklus einer Art symmetrisch verläuft: Nach einer Phase der Populationszunahme kommt es zu einem Abflauen. Dementsprechend können auch Aussagen über die Entwicklung noch lebender Arten getroffen werden. Gemeinsam mit Dr. Emilia Jarochowska, Lehrstuhl für Paläoumwelt, hat Hohmann jedoch gezeigt, dass diese Lebensphasen mathematische Relikte sind und keine spezifische ökologische Bedeutung haben.

    Bei der Berechnung von Lebenszyklen werden Daten aus unterschiedlichen Erdzeitaltern kombiniert, was zu einem schlechten Signal-Rausch-Verhältnis beiträgt. Das bedeutet, dass ein Nutzsignal von einem schlechten Rauschsignal überlagert wird – im Mittel wird immer dasselbe Signal geliefert. „Das ist wie bei Schuhgrößen. Wenn man genug betrachtet, kommt es irgendwann zur Normalverteilung“, erklärt Niklas Hohmann. Zudem können Forschende eine Art nur untersuchen, wenn sie bereits ausgestorben ist. Die Artenpopulation liegt zu diesem Zeitpunkt bereits bei null, die Symmetrie ist damit eher gegeben als bei noch lebenden Arten. „Insbesondere wenn Daten von ausgestorbenen und noch lebenden Arten kombiniert werden, ist es wichtig, sich dieser Effekte bewusst zu sein, um korrekte Vorhersagen zu treffen“, erklärt Hohmann.


    Contact for scientific information:

    Niklas Hohmann
    niklas.hohmann@fau.de

    Dr. Emilia Jarochowska
    Tel.: 09131/85-22967
    emilia.jarochowska@fau.de


    Original publication:

    https://doi.org/10.7717/peerj.8011


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    Geosciences
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Scientific Publications
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).