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24.09.2012 - 29.09.2012 | Walferdange

Kongress: Männlich, weiblich oder ...? Gendernormen und die Folgen für Kinder und Jugendliche

Ist es ein Mädchen oder ein Junge? Was, wenn sich das Geschlecht nicht klar zuordnen lässt oder ein Kind das Gefühl hat, im falschen Körper zu leben? Zunehmend setzt sich hier der Begriff „gendervariante Menschen“ durch. Gemeint sind intersexuelle Menschen, die sich nicht klar einem Geschlecht zuordnen lassen, oder transidente, deren Geschlechtsidentität vom biologischen Geburtsgeschlecht abweicht. Was das in Kindheit und Jugend bedeutet, ist Thema eines Kongresses Ende September in Luxemburg.

Der internationale Kongress vom 24. bis 29. September unter dem Titel „Geschlechternormativität und Effekte für Kindheit und Adoleszenz“ wird von der Universität Luxemburg in Zusammenarbeit mit der Interessensvertretung „Transgender Luxembourg“ organisiert und bringt über 200 Teilnehmende aus Europa zusammen.

Im Fokus der Debatte stehen gendervariante Kinder und Jugendliche sowie Kinder von Eltern, deren geschlechtliche Identität oder sexuelle Orientierung nicht den geltenden Normvorstellungen entsprechen. Den Auftakt bilden Workshops, die Hebammen, Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Eltern für das Thema sensibilisieren sollen. Das anschlieβende wissenschaftliche Programm umfasst Vorträge und Diskussionen zu Geschlechternormen aus Sicht von Biologie, Psychologie, Medizin, Recht und Geschichte.

Nach wie vor erziehen Eltern ihre Kinder, oft unbewusst, zu typisch männlichem oder weiblichem Verhalten. „Ein Blick in die gesellschaftlichen Alltag zeigt aber, dass transidente Kinder, Homo-Elternschaften oder Trans-Elternschaften keine Ausnahme mehr sind und die Vielfalt der Lebensentwürfe widerspiegeln“, erläutert Prof. Dr. Christel Baltes-Löhr, Expertin für Genderstudies an der Universität Luxemburg, das Anliegen der Forschenden.

Ziel des Kongresses sei es, das Thema aus der Tabuzone zu lösen, die starren Geschlechternormen zu hinterfragen und so ein Zeichen gegen die Diskriminierung gendervarianter Menschen zu setzen: „Statt das Geschlecht eines Kindes, das sich bei Geburt nicht eindeutig zuordnen lässt, zu korrigieren oder transidente Kinder zu entwerten und auszuschlieβen, soll das Anderssein respektiert und anerkannt werden.“

Hinweise zur Teilnahme:
Anmeldung möglich bis zum 20. September 2012.

Auskunft und Anmeldung:

Prof. Dr. Christel Baltes-Löhr
Universität Luxemburg
Campus Walferdange
B.P. 2
L- 7201 Walferdange
Tel. : + 352 46 66 44 9272
Email: christel.baltes-loehr@uni.lu

Termin:

24.09.2012 - 29.09.2012

Anmeldeschluss:

20.09.2012

Veranstaltungsort:

Universität Luxemburg
Campus Walferdange
Route de Diekirch
Walferdange

und

Abtei Neumünster
Luxemburg-Grund
7220 Walferdange
Luxemburg

Zielgruppe:

Wissenschaftler, jedermann

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Gesellschaft, Medizin, Philosophie / Ethik, Psychologie

Arten:

Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung, Seminar / Workshop / Diskussion

Eintrag:

02.08.2012

Absender:

Britta Schlüter

Abteilung:

Campus Limpertsberg

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event40459

Anhang
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