idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store

Veranstaltung


institutionlogo


Teilen: 
06.09.2016 - 06.09.2016 | Marburg

Vortrag: Der Haeckel-Faktor - oder - Wie Darwin und Wallace die Evolution entdeckten

Hamburger Professor und Journalist, Matthias Glaubrecht, spricht in Marburg über die Wiege der Ökologie und die Evolutionstheorie. Der öffentliche Vortrag ist Teil der internationalen Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie vom 5.-9. September 2016.

Vor 150 Jahren benannte Ernst Haeckel erstmals „Ökologie“ als Disziplin, die die Beziehungen der Organismen untereinander und zu ihrer unbelebten Umwelt erforscht. In seiner „Generellen Morphologie“ nahm Haeckel explizit Bezug auf Darwins Theorie. Seitdem verfügen wir über einen Begriff für Faktoren, die jenen evolutiven Wandel vorantreiben, der wenige Jahre zuvor – im Juli 1858 in London – unter höchst bemerkenswerten Umständen erstmals öffentlich vorgestellt wurde.

Unabhängig von Charles Darwin (1809-1882) hatte auch der britische Naturforscher Alfred Russel Wallace (1823-1913) fernab im Indomalaiischen Archipel mit dem Prinzip der natürlichen Selektion den entscheidenden Mechanismus der Evolution erkannt. Ein Aufsatz von Wallace wurde gemeinsam mit einem Auszug der bis dahin unpublizierten Ideen von Charles Darwin verlesen und anschließend veröffentlicht. Doch seit dessen epochales Werk „Über die Entstehung der Arten“ im darauf folgenden Jahr erschien, gilt meist allein Charles Darwin als „Vater“ der Selektionstheorie, während Wallace in dessen Schatten blieb.

Bis heute sind Wissenschaftshistoriker damit beschäftigt, die erstaunlichen Ereignisse um die Entstehung dieser Theorie zu rekonstruieren, die zu einer bahnbrechenden Revolution im Denken führte. Was oft als Zufall, Zeugnis der Großmut zweier bedeutender Forscher oder Koinzidenz aufgefasst wurde, ist für andere einer der ungeheuerlichsten Vorgänge der Biologie-Geschichte. Dank vergleichender Auswertung erst unlängst publizierter Dokumente lassen sich die dramatischen Ereignisse um die Entdeckung der Evolutionstheorie aus wissenschaftshistorischer Sicht rekonstruieren und vor dem Hintergrund unseres aktuellen Verständnisses von Ökologie und Evolution beleuchten.

Matthias Glaubrecht
Matthias Glaubrecht ist Professor für Biodiversität der Tiere an der Universität Hamburg und Leiter des Centrums für Naturkunde. Als Wissenschaftsjournalist schreibt Glaubrecht für die Zeit, den Tagesspiegel, die Frankfurter Rundschau sowie die Naturwissenschaftliche Rundschau.

Gesellschaft für Ökologie
Die Gesellschaft für Ökologie e.V. (GfÖ) ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation zur Förderung der ökologischen Forschung und Ausbildung. Die GfÖ wurde 1970 gegründet und vereint etwa 1400 Ökologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die diesjährige, internationale Jahrestagung der GfÖ in Marburg zum Thema „150 years of ecology – lessons for the future“ umfasst etwa 500 wissenschaftliche Vorträge.

http://www.gfoe-2016.de/ - Informationen zur Jahrestagung der GfÖ
http://www.facebook.com/gfoe.org/ - Aktuelles von der GfÖ
http://gfoe.org/de/pressemitteilungen - Presseinformationen zur Jahrestagung
http://www.gfoe.org - Internetseite der GfÖ

Hinweise zur Teilnahme:
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Vortragssprache ist Deutsch.

Termin:

06.09.2016 20:00 - 21:30

Veranstaltungsort:

Philipps-Universität Marburg, Audimax – Hörsaalgebäude, Biegenstraße 10
35032 Marburg
Hessen
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten, jedermann

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

regional

Sachgebiete:

Biologie, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie

Arten:

Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung, Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

18.08.2016

Absender:

Dr. Eva Diehl

Abteilung:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event55105


Hilfe

Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
Verknüpfungen

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

Klammern

Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

Wortgruppen

Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

Auswahlkriterien

Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).