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10.11.2017 - 10.11.2017 | Darmstadt

2. International Symposium on Handwriting Skills

„Die Medien ändern sich, aber die Handschrift bleibt.“ Und: „Bildung benötigt das Handschreiben im sinnvollen digitalen Kontext.“ Diese Thesen diskutieren Wissenschaftler, Lehrerausbilder, Vertreter von Kultusministerien sowie Schulpraktiker und Ergotherapeuten auf einem internationalen Symposium des Schreibmotorik Instituts in Kooperation mit dem Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt. Im Mittelpunkt stehen Chancen und Risiken des Handschreibens im Kontext der Digitalisierung.

Handschreiben und digitale Technik sind keineswegs ein Widerspruch. Dies zeigen etwa die aktuellen technologischen Entwicklungen, die Handschrift als Eingabemedium nutzen. Denn „das Schreiben von Hand ist eine der benutzerfreundlichsten Interaktionsformen für die Mensch-Maschine Schnittstelle – direkt, flexibel, intuitiv und kreativ “, erklärt Dr. Marianela Diaz Meyer, Ergonomie-Expertin und Leiterin des Schreibmotorik Instituts, Heroldsberg, das das Symposium in Darmstadt veranstaltet. Vorgestellt werden beispielsweise aktuelle Studien zum Schreiben mit digitalen und analogen Medien sowie erprobte praktische Ansätze von Kombinationen aus beiden Welten.
Bereits seit einigen Jahren, gibt es internationale Bestrebungen, die Handschrift in der Schule zunehmend durch getippte Buchstaben zu ersetzen. Die Beiträge auf dem Symposium zeigen auf, welche Problematik sich daraus für den Bildungserwerb ergibt. Denn Handschreiben fördert die kognitive Entwicklung. „Nur drei Finger halten den Stift beim Schreiben, doch das gesamte Gehirn arbeitet.“ So lautet beispielsweise der Titel eines Vortrags von Prof. Dr. Ruud van der Weel, Professor für Kognitionspsychologie, Norwegian University of Science & Technology.
Prof. Dr. Gerald Lembke, Professor für digitale Medien, DHBW Mannheim, wird in seinem Auftaktvortrag über Chancen und Risiken digitaler Bildung sprechen. Aber auch die grundsätzliche Frage „Wie fit ist das Kind für den Schreibunterricht?“ wird während des Symposiums behandelt. Dafür stellt Dr. Christian Marquardt, Wissenschaftlicher Beirat des Schreibmotorik Instituts einen neuen, einfachen Schreibmotoriktest für
Schreibanfänger, die „SMI KompetenzSpinne“ vor. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen werden auch Erfahrungen aus der Praxis vermittelt. Die Berichte von Djoke Mulder aus Niederlande und Ina Herklotz aus Deutschland basieren auf verschiedenen Unterrichtsformen: Die eine setzte auf eine Kombination aus Handschrift und Tablets im Unterricht, während die andere ausschließlich das Entdecken und Ausprobieren mit den Händen in den Mittelpunkt stellte. Welche wichtigen Anstöße ergeben sich für die Bildungspraxis? Darüber wird interdisziplinär diskutiert. Das gesamte Programm ist unter www.schreibmotorik-institut.com/index.php/de/Programm abrufbar.
Das Internationales Symposium ist ein Projekt der Aktion Handschreiben 2020, einer gemeinsamen Inititative des Schreibmotorik Instituts sowie des Didacta Verbands der Bildungswirtschaft.

Hinweise zur Teilnahme:

Termin:

10.11.2017 09:00 - 17:00

Veranstaltungsort:

Georg Christoph Lichtenberg-Haus
Dieburger Str. 241
64287 Darmstadt
Hessen
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Pädagogik / Bildung, Sprache / Literatur

Arten:

Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung

Eintrag:

26.10.2017

Absender:

Silke Paradowski

Abteilung:

Kommunikation

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event58813


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