idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
1000. idw-Mitglied!
1000 Mitglieder
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr

Veranstaltung


institutionlogo


Teilen: 
05.12.2017 - 05.12.2017 | Frankfurt

Stickstoffdioxid: Ist der Diesel noch zu retten?

Kaum ein Thema wird derzeit so emotional diskutiert wie der Diesel. Manipulationen der Autokonzerne und Grenzwertüberschreitungen auf der einen, verunsicherte Verbraucher und eine teils ratlos wirkende Politik auf der anderen Seite – da kommen Fakten leicht zu kurz. Das Sonderkolloquium soll Abhilfe schaffen und die vielschichtige Diskussion aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln betrachten.

Diskutieren Sie mit Experten aus Wissenschaft und Industrie, ob und welche Zukunft der Diesel hat. Wie steht es um die Abwägung zwischen NOx-Ausstoß und CO2-Bilanz? Welche Nachrüstmöglichkeiten gibt es? Ist der Dieselmotor mit synthetischen Kraftstoffen eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative zur Elektomobilität? Diese und weitere Fragen werden wir aus fachlicher Sicht betrachten.

Diesel-Motoren gelten aufgrund ihrer höheren Verbrennungstemperaturen als Hauptverursacher für NO2, den Schadstoff Nr 1 im innerstädtischen Bereich. Kurz- und Langzeitstudien der gesundheitlichen Wirkung belegen, dass NO2 die Lungenfunktion beeinträchtigen und zu schwerwiegenden Atemwegserkrankungen führen kann. Dennoch werden die seit 2010 rechtlich verbindliche Grenzwerte für NO2 an vielen innerstädtischen Messstationen in Deutschland regelmäßig überschritten. Hinzukommt, dass die Betriebsgenehmigungen der Fahrzeuge auf der Basis von EU-Testzyklen auf Prüfständen erfolgten, deren Ergebnisse – wie man seit 2015 weiß – auch manipuliert wurden. Dabei sind die technischen Möglichkeiten der weiteren Verbesserung bekannt und kommen seit September dieses Jahres in den neuen EU Norm 6x auf die Straße. Die wirkliche Herausforderung ist und bleibt die Nachbesserung von Fahrzeugen im Bestand.

Andererseits ist der Dieselmotor der wirtschaftlichste Antrieb und die CO2-Bilanz ist günstig - auch im Vergleich zum Elektromotor, solange längst nicht der gesamte Strom regenerativ gewonnen wird und die Produktion der Batterien erhebliche Mengen CO2 freisetzt. Synthetischen Kraftstoffe (E-Fuels) könnten diese Bilanz weiter deutlich verbessern.

Aktuell ist die Diskussion stark emotionsgeladen, ideologisiert und politisiert. Die sachliche Auseinandersetzung mit der Thematik kommt dabei zu kurz. Mit diesem Sonderkolloquium soll über die Immissionssituation an ausgewählten Standorten und deren räumliche Verteilung informiert sowie die technischen Defizite heutiger und zukünftiger Dieseltechnologie diskutiert werden.

Das Sonderkolloquium wird veranstaltet in Zusammenarbeit mit den ProcessNet/GDCh/DBG/KRdL-Gemeinschaftsausschüssen „Chemie, Luftqualität und Klima“ und „Feinstäube“ sowie mit dem GDCh-Arbeitskreis „Atmosphärenchemie“

Hinweise zur Teilnahme:
Das Kolloquium ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten

Termin:

05.12.2017 ab 13:30

Veranstaltungsort:

DECHEMA-Haus
Theodor-Heuss-Allee 25
60486 Frankfurt
Hessen
Deutschland

Zielgruppe:

Wissenschaftler, jedermann

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Chemie, Energie, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

08.11.2017

Absender:

Dr. Kathrin Rübberdt

Abteilung:

Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event58924


Hilfe

Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
Verknüpfungen

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

Klammern

Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

Wortgruppen

Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

Auswahlkriterien

Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).