idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
1000. idw-Mitglied!
1000 Mitglieder
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr

Veranstaltung


institutionlogo


Teilen: 
12.12.2017 - 12.12.2017 | Berlin

Manuel Castells: Power and counter-power in the digital society

Wie ist Macht in der digitalen Gesellschaft manifestiert? Manuel Castells, Autor der einflussreichen Information Age-Triologie, argumentierte 1996, dass traditionelle Formen der Macht verschwinden. Als Auftakt der Redenreihe Making sense of the digital society schaut Castells auf die Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre zurück und erklärt, wie sich Macht und Widerstand gegenwärtig formieren.

Wie konstituiert sich Macht in der digitalen Gesellschaft? Wer ist mächtig – und wie können bestehende Machtverhältnisse in Frage gestellt und herausgefordert werden? Digital vernetzte Technologien wurden lange als Mittel verstanden, Demokatisierungs- und Emanzipationsprozesse voranzutreiben, sowie marginalisierte Gruppen zu stärken. Heute wissen wir, dass dieses Narrativ den komplexen Veränderungen der digitalen Gesellschaft nicht entspricht: Einige wenige Unternehmen dominieren Märkte und Infrastrukturen und Demokratie-Bewegungen wie während des sogenannten „Arabischen Frühlings“ sahen sich harschen Repressalien ausgesetzt.

Manuel Castells wies bereits in seiner einflussreichen Trilogie „The Information Age” auf die Ambivalenzen dieser Entwicklungen hin. Seiner Argumentation nach erodieren traditionelle Formen der Macht, aber gleichzeitig entstehen neue Formen der Machtverteilung. In seinem Vortrags wird Castells auf die Entwicklungen der letzten 20 Jahre eingehen und die Neuverteilung von Macht und Gegenmacht erläutern.

ÜBER MANUEL CASTELLS

Manuel Castells ist Professor für Soziologie an der Open University of Catalonia (UOC) in Barcelona. Er ist außerdem Professor an der Annenberg School of Communication der University of Southern Carolina. Er ist Autor von 26 Büchern - unter anderem verfasste er die Trilogie „The Information Age: Economy, Society, and Culture” (1996-2003), welche im Blackwell Verlag erschien und in 23 Sprachen übersetzt wurde. Diese Trilogie ist eins der einflussreichsten akademischen Werke hinsichtlich der Transformation der modernen Gesellschaft im Kontext des Internets.

MAKING SENSE OF THE DIGITAL SOCIETY

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) veranstalten eine akademische Redenreihe zum Thema „Making Sense of the Digital Society”. Die prominent besetzte Reihe zielt darauf, eine europäische Perspektive auf die gegenwärtigen Transformationsprozesse zu entwickeln. Die Reihe wird von Manuel Castells am 12.12.2017 mit einem Vortrag eröffnet und 2018 fortgesetzt. Bestätigte Rednerinnen und Redner sind Marion Fourcade (UC Berkeley), Christoph Neuberger (LMU München) sowie José van Dijck, Autorin des in Kürze erscheinenden Buches "The Platform Society" und Präsidentin der Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences.

Hinweise zur Teilnahme:
Anmeldung erforderlich. Die Vorlesung wird auf Englisch gehalten und simultan auf Deutsch übersetzt. Es wird einen Livestream geben.

Termin:

12.12.2017 19:00 - 22:00

Veranstaltungsort:

Kino International, Karl-Marx-Allee 33
10178 Berlin
Berlin
Deutschland

Zielgruppe:

Wissenschaftler, jedermann

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

international

Sachgebiete:

Gesellschaft, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Philosophie / Ethik, Politik

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

04.12.2017

Absender:

Katrin Werner

Abteilung:

Kommunikation

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event59176

Anhang
attachment icon Manuel Castells eröffnet Redenreihe zur digitalen Gesellschaft

Hilfe

Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
Verknüpfungen

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

Klammern

Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

Wortgruppen

Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

Auswahlkriterien

Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).