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11.09.2018 - 11.09.2018 | Wien

Insektenrückgänge und Beispiele für Biodiversitätsmonitoring – Kenntnisstand und Perspektiven

Die Zahl der Insekten geht zurück – und zwar sehr stark, wie eine im Oktober letzten Jahres veröffentlichte Studie zeigte. Dr. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld, einer der Autoren dieser Studie, wird in einem Sondervortrag bei der 48. Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie die Ergebnisse erläutern, Lücken in der Insektenforschung und in Schutzgebietsverordnungen aufzeigen, sowie Ansätze für ein zukünftig verbessertes Monitoring von Insekten in Kulturlandschaften diskutieren.

Über 27 Jahre Jahren wurde die Biomasse von fliegenden Insekten in deutschen Naturschutzgebieten gemessen. Dabei lag die Biomasse am Ende des Untersuchungszeitraums saisonal um beeindruckende 76% niedriger als noch zu Beginn der Datenaufnahme. Dieser Rückgang war offenbar unabhängig vom Lebensraumtyp, und auch Änderungen des Wetters und von Habitateigenschaften können diesen allgemeinen Rückgang nicht erklären. Es ist also dringend notwendig die Ursachen für den Rückgang der Insektenbiomasse, die geografische Ausdehnung und die Auswirkungen solcher Entwicklungen für Ökosysteme und für den Schutz der Biodiversität aufzudecken.

Welche Daten benötigen wir für eine angemessene Überwachung der wichtigsten Standorte und Habitate für den Erhalt der Artenvielfalt der Insekten? Wo sollten wir Schwerpunkte setzen und was sind die Grundlagen für das Untersuchungsdesign?

Der Datensatz des Entomologischen Vereins Krefeld mit standardisierten Stichprobenverfahren mit Malaisefallen nach dem Entwurf von Henry Townes beginnt 1985 und wurde bis heute fortgeführt. Neben der Dokumentation von Trends durch die sukzessive Auswertung der Originalproben eröffnet sich ein Einblick in das Interpretationspotenzial der Methodik. Dies wirft auch die Frage auf, inwieweit wir den Artenbestand und die adäquaten Schutzlösungen für Naturschutzgebiete der mitteleuropäischen Kulturlandschaft hinreichend kennen. In diesem Zusammenhang offenbaren Auswertungen der Schutzgebietsverordnungen und der landwirtschaftlichen Anwendungspraxis - inklusive der Anwendung von Pestiziden - massive Defizite für einen nachhaltigen Biodiversitätsschutz.

Hinweise zur Teilnahme:
Der Vortrag von Dr. Sorg wird auf Englisch gehalten und ist nicht öffentlich, sondern den Teilnehmern der Tagung vorbehalten. Journalisten sind während der gesamten Tagung herzlich willkommen und erhalten kostenlosen Zutritt. Wir bitten um Anmeldung unter presse@gfoe.org. Die Tagungssprache ist überwiegend Englisch. Pressemitteilungen zur Tagung und zu ausgewählten Beiträgen finden Sie unter https://gfoe.org/de/pressemitteilungen. Ein ausführliches Programm und Informationen zur Tagung finden Sie unter www.gfoe-conferences.de.

Termin:

11.09.2018 18:30 - 19:00

Veranstaltungsort:

Alte Wirtschaftsuniversität (Alte WU)
Augasse 2-6

Audimax (C 1.5.1)
1090 Wien
Wien
Österreich

Zielgruppe:

Journalisten, Wissenschaftler

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

international

Sachgebiete:

Biologie, Umwelt / Ökologie

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

27.08.2018

Absender:

Juliane Röder

Abteilung:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

nein

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event61350

Anhang
attachment icon Dr. Martin Sorg

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