30. Symposion der Grundprobleme der frühgeschichtlichen Entwicklung im mittleren Donauraum

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14.11.2018 - 16.11.2018 | Brünn

30. Symposion der Grundprobleme der frühgeschichtlichen Entwicklung im mittleren Donauraum

Produzieren – Verzehren – Repräsentieren: Speisen und Getränke römisch-frühmittelalterlicher Eliten im Spiegel archäologischer und archäobiologischer Quellen´

Nahrungsangebot, Ernährungsgewohnheiten und Tischsitten sind auf eine sehr spezifische Weise mit sozialem Status und kulturellen Traditionen der Konsumenten verbunden. Dies lässt sich insbesondere am Bespiel von Eliten im diachronen und regionalen Vergleich studieren. Im Mitteldonauraum des ersten Millenniums können unter diesem Aspekt Interaktionen zwischen römischen, germanischen, reiternomadischen und slawischen Akteuren betrachtet werden. Die lokalen landwirtschaftlichen Produktionsspektren, die Kultivierung von neuen Nutzpflanzen, der Zugang zu Importgütern und Art sowie Qualität von Tafelgeschirr sind allesamt Indikatoren für die Rekonstruktion einstiger Lebenswelten und Selbstdarstellungen.

Die Fragen der Ernährung können anhand von klassischen archäologischen Funden diskutiert werden, wie Tafelgeschirr aus Ton, Glas oder Metall, Speisebeigaben sowie Landwirtschaftsgeräte, aber auch Befunde wie Speicher, Mühlen oder Ställe geben Auskunft zu dieser Fragestellung. Darüber hinaus rücken naturwissenschaftliche Analysen verstärkt in den Fokus: Neben der Archäobotanik und Archäozoologie bietet nun auch die Untersuchung der menschlichen Überreste wichtige Hinweise auf die Fragen der Ernährung. Mithilfe von paläoökologischen Forschungen können zudem Rückschlüsse auf die Nutzung der Böden und auf das landwirtschaftliche Potenzial und Spektrum gezogen werden. Dies alles ermöglicht schließlich die Rekonstruktion von Subsistenzstrategien, die den Bedarf von Elite- und Machtzentren sicherten.

Im Rahmen der Tagung sollen die Fragen der Ernährung von römisch-frühmittelalterlichen Eliten auf einer breiten Quellengrundlage und aus der Sicht mehrerer Disziplinen beleuchtet und über Zeiten und Räumen hinweg vergleichend diskutiert werden.

Veranstalter: PhDr. Lumír Poláček, CSc.,Archäologisches Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (ARÚB), Brünn und Dr. habil. Orsolya Heinrich-Tamáska, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), Abteilung „Mensch und Umwelt“

Hinweise zur Teilnahme:
keine

Termin:

14.11.2018 ab 15:00 - 16.11.2018 17:30

Veranstaltungsort:

Archäologisches Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften
Čechyňská 19
Brünn
Tschechische Republik

Zielgruppe:

Wissenschaftler

Relevanz:

international

Sachgebiete:

Ernährung / Gesundheit / Pflege, Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften

Arten:

Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung

Eintrag:

22.10.2018

Absender:

Virginie Michaels

Abteilung:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

nein

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event61882


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