Kalligraphietusche aus Suzuka. Kleinode des japanischen Kunsthandwerks

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr

Veranstaltung


institutionlogo


Teilen: 
23.07.2019 - 18.12.2019 | Berlin

Kalligraphietusche aus Suzuka. Kleinode des japanischen Kunsthandwerks

Die Mori-Ôgai-Gedenkstätte der HU präsentiert ein traditionelles japanisches Kunsthandwerk.

Die Manufaktur „Shinseidô“ von Meister Kidô Itô in der 200. 000 Einwohner zählenden Stadt Suzuka ist eine der wenigen in Japan, in der Tuschen für Kalligraphie und Tuschmalerei noch in einem langwierigen Prozess per Hand hergestellt werden. Endprodukte sind kleine rechteckige oder auch runde Tuschsteine, die nicht nur aus hochqualitativem Material bestehen, sondern von außen wie Kleinode des Kunsthandwerks wirken. Die Ausstellung „Kalligraphietusche aus Suzuka. Kleinode des japanischen Kunsthandwerks“ der Mori-Ôgai-Gedenkstätte der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) vermittelt vom 23. Juli – 18. Dezember 2019 einen Blick hinter die Kulissen einer traditionellen japanischen Kulturtechnik. Sie führt in die hohe Kunst der Herstellung von Kalligraphietuschen ein und gibt Ausblicke auf die Verwendung von Tusche in anderen Bereichen, z.B. in Lebensmitteln, Kleidung, beim Hausbau, der Aromatherapie oder neuerdings auch als Schminke in der Filmindustrie, z.B. Samurai-Filmen.

Sobald ein Kalligraph in einer meditativen Atmosphäre die Tusche anreibt, sein Atemrhythmus sich auf den Pinsel überträgt, lösen sich diese Tuschsteine auf und werden in Kunst transformiert. Das ist bokudô – der Weg der Tusche. Es gibt unzählige Arten von Tuschsteinen, je nach Verwendungsweck. Prinzipiell bestehen sie aus Knochenleim, feinen oder gröberen Rußpartikeln und Duftstoffen. Sie sind vorwiegend schwarz, es gibt aber auch farbige Variationen.

Der älteste Tuschstein Japans befindet sich im Shôsôin in Nara. Mori Ôgai war für diese „Kaiserliche Schatzkammer“ von 1917 bis zu seinem Tod im Jahr 1922 als Generaldirektor der Kaiserlichen Museen zuständig. Sein Oeuvre wäre nicht denkbar ohne die vier Kostbarkeiten eines Gelehrtenzimmers: Tusche, Reibstein, Papier und Pinsel.

Hinweise zur Teilnahme:
Öffnungszeit: montags bis freitags 10 - 14 Uhr
Eintritt 5,-, ermäßigt 3,- EUR

Termin:

23.07.2019 - 18.12.2019

Veranstaltungsort:

Mori-Ôgai-Gedenkstätte, Luisenstr. 39
10117 Berlin
Berlin
Deutschland

Zielgruppe:

jedermann

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Kulturwissenschaften

Arten:

Ausstellung / kulturelle Veranstaltung / Fest

Eintrag:

28.06.2019

Absender:

Boris Nitzsche

Abteilung:

Abteilung Kommunikation, Marketing und Veranstaltungsmanagement

Veranstaltung ist kostenlos:

nein

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event64138

Anhang
attachment icon Tuschsteine aus der Manufaktur Shinseidô in Suzuka.

Hilfe

Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
Verknüpfungen

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

Klammern

Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

Wortgruppen

Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

Auswahlkriterien

Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
Okay