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13.03.2020 - 13.03.2020 | Rostock

Einladung zur Ausstellungseröffnung „Epigeneum – Sei gut zu dir selbst!“

Am Freitag, dem 13. März, wird im Zoo Rostock in Kooperation mit dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) eine interaktive Ausstellung zur Epigenetik eröffnet, die dem Betrachter einen erstaunlichen Blick in neueste wissenschaftliche Erkenntnisse erlaubt. Zur Ausstellungseröffnung wird auch der Direktor des Leibniz-IZW Prof. Dr. Heribert Hofer erwartet.

Epi… was? Epigenetik! Noch nie gehört? Das wird sich schon bald ändern. Denn dieser noch recht junge Forschungszweig der Biologie gilt als revolutionär und wegweisend. Als Brückenschlag zwischen unserer Umwelt und unserem Erbgut beeinflusst die Epigenetik maßgeblich die menschliche Entwicklung, aber auch unsere Natur und ihre Tier- und Pflanzenwelt.

„Wir sind weit mehr als nur die Summe aller Gene. In diesem Sinne ist die Epigenetik zurzeit eines der spannendsten Forschungsgebiete überhaupt. Wir sind sehr stolz, dass die Premiere dieser Ausstellung bei uns im Zoo gezeigt wird“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin führt weltweit einmalige Forschung zur Epigenetik bei Wildtieren durch.“

Epigenetische Schalter können sehr schnell innerhalb der eigenen Lebenszeit umgelegt werden, um auf Erfahrungen - Signale aus der eigenen Umwelt - zu reagieren. Genmutationen brauchen dafür wesentlich mehr Zeit und wirken sich erst in den folgenden Generationen überhaupt aus. Das Leibniz-IZW konnte zudem schon mehrfach nachweisen, dass auch die Aktivierung epigenetischer Schalter an die nächste Generation weitergegeben werden kann, ohne die Erbgut-Sequenz an sich zu berühren. Epigenetik ist somit auch die Weitergabe erworbener Umwelt-Erfahrungen ohne Veränderung der Erbgut-Sequenz. Diese Erkenntnis hat enorme Auswirkungen für das Verständnis aller Lebewesen: sie werden von ihrer Umwelt und ihrem Umfeld und teilweise von den Erfahrungen ihrer Eltern geprägt.

Ausstellungsprojekt für zwei Jahre

Ein Jahr lang haben das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung und der Zoo Rostock die gemeinsame Ausstellung vorbereitet, die eine breite Öffentlichkeit für das bahnbrechende Forschungsgebiet der Epigenetik begeistern soll. Wie tragen identische Erbinformationen dazu bei, dass unterschiedliche Zellen entstehen? Wie „spricht“ die Umwelt mit dem Erbgut? Welche Rolle spielen Abhängigkeiten und Zufälle? An zahlreichen gut nachvollziehbaren Beispielen aus der Tier- und Pflanzenwelt wird diesen Fragen nachgegangen.

In der interaktiven Ausstellung „Epigeneum – Sei gut zu dir selbst“ können Besucher dazu Antworten finden. Die „Ausstellung“ erstreckt sich über den gesamten Zoo und wird zwei Jahre zu sehen sein. Der Hauptteil der Erfahrungsstationen wie beispielsweise die Murmelbahn, Zellaufbau oder die Meditations- und Spielecke können im Spiegelsaal des Darwineums erkundet werden. Viele weitere interessante Informationen gibt es auf Pultschildern neben den Tiergehegen und auf einem Touchscreen im Darwineum.
„Es ist eine Ausstellung mit vielen Möglichkeiten zum Mitmachen“, unterstrich der Zoodirektor. „Wir wollen Wissenschaft erlebbar und auch auf unterhaltsame Art und Weise auf unsere Verantwortung für die eigene Gesundheit aufmerksam machen“, so Udo Nagel.

Hinweise zur Teilnahme:

Termin:

13.03.2020 11:30 - 13:30

Veranstaltungsort:

Zoologischer Garten Rostock gGmbH
Rennbahnallee 21

Darwineum, im Spiegelsaal (über Haupteingang Barnstorfer Ring)
18059 Rostock
Mecklenburg-Vorpommern
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten, jedermann

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Biologie, Gesellschaft, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie

Arten:

Angebote für Kinder + Jugendliche, Ausstellung / kulturelle Veranstaltung / Fest, Pressetermine

Eintrag:

05.03.2020

Absender:

Anja Wirsing

Abteilung:

Pressestelle des Forschungsverbundes Berlin e.V.

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event66092

Anhang
attachment icon Plakat Ausstellung

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